Kurz: Das erste Interview nach Koalitions-Krach

"Falsche Unterstellungen"

Kurz: Das erste Interview nach Koalitions-Krach

ÖVP-Außenminister kontert jetzt die SPÖ-Kritik.

ÖVP-Außenminister Sebastian Kurz war während des Ministerrates in Vorarlberg.

Vorarlberg. Kurz meldete sich zur Regierungskrise aus Vorarlberg zu Wort, wo er einen Besuch bei Landeshauptmann Markus Wallner absolvierte.

Im Gespräch mit dem ORF-Radio sagte er: Die Frage der Übernahme der ÖVP-Spitze stelle sich für ihn derzeit nicht. "Reinhold Mitterlehner ist der Parteiobmann. Er hat meine Unterstützung", so Kurz. Er habe auch von keinen Rücktrittsdrohungen Mitterlehners gehört.

Ministerrat. Im Interview mit ÖSTERREICH wies der ÖVP-Außenminister die SPÖ-Kritik zurück, dass er 18 Mal bei den Minister­räten gefehlt habe.

ÖSTERREICH: Mehrere SPÖ-Politiker beschuldigen Sie, dass Sie die Regierung torpedieren würden. Was sagen Sie dazu?

Sebastian Kurz: Ich mache bei diesem Theater nicht mit. Ich bin froh, dass in meinem Bereich inhaltlich etwas weitergeht – ­gestern der Beschluss des Integrationsgesetzes mit den Stimmen von SPÖ und ÖVP, heute der Beschluss des EU-Botschafters im Ministerrat.

ÖSTERREICH: Aber was sagen Sie dazu, dass die SPÖ behauptet, Sie wollen Mitterlehner ersetzen?

Kurz: Die ständigen Angriffe und falschen Unterstellungen bin ich gewohnt, die beirren mich aber nicht in meiner Sacharbeit.

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