Leitl verurteilt unsachliche PISA-Kritik

ÖSTERREICH exklusiv

Leitl verurteilt unsachliche PISA-Kritik

WK-Präsident Leitl meint, wir sollten das Schul-Ranking nicht verdammen, nur weil wir weit hinten liegen. Für engagierte Lehrer will er ein Bonussystem.

Der Präsident der Wirtschaftskammer, Christoph Leitl, verurteilt im Interview mit ÖSTERREICH unsachliche Kritik an der PISA-Studie, die Anfang Dezember veröffentlicht wird.

"Vergleichen wir wirklich"
"Nur weil wir in einem Ranking schlecht liegen, darf es nicht sein, dass man deshalb gegen das Ranking ist. Ein Ranking hat gewisse Kriterien, die können, müssen aber nicht stimmen. Aber zu sagen, man lehnt das Ranking ab, ist zu einfach. Gehen wir doch darauf ein und vergleichen wir wirklich", mahnt Leitl.

Studie ist eine Chance
Die "bittere Pille" PISA-Studie müsse aufrütteln und als Chance genutzt werden: „In der Wirtschaft interessiert mich der Betrieb des anderen wahnsinnig. Ich schaue hin und sage, was machen die besser, wo kann ich lernen. Das liegt mir im Blut. Das will ich auch im Bildungssystem."

Bonussystem für engagierte Lehrer
Leitl zum Schulkompromiss der ÖVP mit der SPÖ: "Und sie bewegt sich doch. Damit ist die Barriere des scheinbar Unüberwindbaren überwunden. Lassen wir die Dinge sich vernünftig entwickeln. Schauen wir nach vorne."

Schuldirektoren müssten mehr Autonomie in Personalentscheidungen bekommen, weiters sollte ein Bonussystem mit finanziellen Anreizen für engagierte Lehrer eingerichtet werden. Mehr Hausverstand in der Bildungsdebatte sei angebracht, findet Leitl.

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