Die FPÖ setzt seit jeher auf Isolationismus - jetzt folgen ihnen die Grünen bereitwillig.
Im Hoch. Sie sind die Gewinner der oe24-Umfragen. Die FPÖ hat ja schon seit 2023 die Nase vorn, jetzt können sich auch die Grünen mit ihrer neuen Chefin Leonore Gewessler freuen, mit 11 % liegen sie über dem Wahlergebnis 2024.
Eine Erfolgswelle also - beide profitieren da vom schlechten Image der Ampel. Doch „wenn dem Esel zu wohl ist, geht er aufs Eis tanzen“, wusste schon Martin Luther - und genau das tun die Grünen gerade. Im Wiener Parlament kungeln sie seit neuestem mit dem Erzfeind FPÖ und bringen einen Antrag gegen die Messenger-Überwachung ein. Und in Brüssel beschädigen Lena Schilling & Co. ihren zweiten Markenkern – Pro-Europa –- und setzen mit EU-Zerstörern vom rechten Rand das Mercosur-Abkommen aufs Spiel.
Jetzt kann man schon der Ansicht sein, dass das Abkommen trotz neuer Milliardenhilfen Landwirte unter Druck bringt, doch ein Blick auf die Realität ist auch grünen Maschinenstürmern zumutbar: 300.000 arbeiten in der Landwirtschaft, mehr als eine Million sind es in der Industrie, die Absatzmärkte braucht – und da sind viele Dienstleister gar nicht dabei.
Hintertupfing. Dass die FPÖ auf Isolationismus setzt, ist klar. Mit den Grünen hat sich jetzt eine zweite Partei politisch nach Hintertupfing zurückgezogen. Dass die beiden zusammen die Mehrheit hätten, ist buchstäblich zum grün und blau Ärgern.