Neuwahl fix! So jubeln Demonstranten

Regierungsgegner vor Bundeskanzleramt

Neuwahl fix! So jubeln Demonstranten

Journalisten warten vor dem Kanzleramt auf Stellungnahme des Bundeskanzlers - Antiregierungs-Demo mit regem Zulauf - 'We're going to Ibiza'.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat am Samstagabend Neuwahlen "zum schnellstmöglichen Zeitpunkt" verkündet. Er reagierte damit auf das Skandal-Video von Vizekanzler Heinz-Christian Strache, aufgrund dessen der FPÖ-Obmann bereits zu Mittag seinen Rücktritt von allen Funktionen angekündigt hatte.
 
Als die Teilnehmer der Demo am Wiener Ballhausplatz von der Neuwahl-Nachricht hörten, brach großer Jubel aus. 
 
 
 
 
Die Teilnehmer der Demonstration der Regierungsgegner am Wiener Ballhausplatz ist am Samstag im Laufe des Nachmittag nach und nach angewachsen. Gegen 15.00 Uhr hatten sich etwa 5.000 Teilnehmer eingefunden, sagte Polizeisprecher Patrick Maierhofer dem ORF.
 
Bis dato verlief die Kundgebung "lautstark, aber ruhig", so Maierhofer: "Wir hoffen, dass es so bleibt."
 

© APA/ROLAND SCHLAGER
Neuwahl fix! So jubeln Demonstranten
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Auf Transparenten forderten die laut Polizei rund 5.000 Demonstranten "Rücktritt jetzt" und "Anklagebank statt Regierungsbank". Zwischen den Reden schallte aus den Lautsprechern "We're going to Ibiza" von den Vengaboys. Unterstützt wurden die Demonstranten von allen Oppositionsparteien, SP-EU-Spitzenkandidat Andreas Schieder stand hinter der Polizeiabsperrung vor dem Bundeskanzleramt gleich in der ersten Reihe.

 
 

Demo von Grünen und SJ vor Stadthalle Graz 

Der steirische FPÖ-Landesparteitag in Graz mit der Wiederwahl von Mario Kunasek zum Landesparteichef hat am Samstag unter neuen Vorzeichen begonnen: Kunasek, Landtagsklubchef Stefan Hermann und andere Abgeordnete erschienen sehr früh, fast eineinhalb Stunden vor Beginn. Gegenüber der Stadthalle demonstrierten SJ und Grüne Jugend und forderten den Rücktritt von Heinz-Christian Strache.
 
Aus FPÖ-Kreisen war am Samstag in der Früh zu erfahren, dass der Parteitag kürzer dauern könnte als geplant. Für kurze Zeit waren Journalisten nicht zum Eintritt ins Foyer zugelassen. EU-Spitzenkandidat Harald Vilimsky wurde erwartet, war aber rund eine Stunde vor Beginn um 10.00 Uhr noch nicht eingetroffen. Musikalisch war es lautstark: Vor der Stadthalle spielte die Trachtenkapelle aus dem oststeirischen Großsteinbach, gegenüber reichte die Musikauswahl aus den Lautsprechern bei SJ und Grüner Jugend von Ibiza-Partysongs bis zu "Cocaine" oder "Tango Korrupti".
 
Die Grüne Landtagsabgeordnete Sandra Krautwaschl, die sich bei dem als Flashmob angekündigten Treffen von rund 50 Demonstranten befand, forderte den Rücktritt von Strache und Klubobmann Johann Gudenus. "Wenn man das Video sieht, dann ist eigentlich jedes Vertrauen weg. Man hat sich schon gedacht, dass es schlimm ist, aber so schlimm?" fragte sie sich. Da bekomme der FPÖ-Slogan"Österreich schützen" eine ganz andere Bedeutung, man müsse Österreich und Europa vor solchen Leuten schützen, so Krautwaschl.
 
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