Das sind die ORF-Direktoren

ORF-Wahl

Das sind die ORF-Direktoren

Zechner Programmdirektorin, Eigensperger Radiodirektorin, Götzhaber Technischer Direktor, Nadler Kaufmännischer Direktor.

Der ORF-Stiftungsrat hat auf Vorschlag von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz das neue ORF-Direktorium mit breiter Mehrheit bestellt. Die bisherige Fernsehdirektorin Kathrin Zechner ist ab 2017 Programmdirektorin, FM4-Chefin Monika Eigensperger übernimmt die Radiodirektion, Michael Götzhaber bleibt Technischer Direktor, Andreas Nadler, Leiter der ORF-Finanzwirtschaft, wird Finanzdirektor.

Das neue Team von Wrabetz bekam am Donnerstag bei der Bestellung eine breitere Mehrheit als Wrabetz selbst bei seiner Wahl zum Generaldirektor. Er war im August mit 18 Stimmen wiedergewählt worden. Am Donnerstag stimmten 23 der 35 Stiftungsräte für sein Direktorenteam. Zehn Vertreter votierten gegen die vier neuen Direktoren, zwei Vertreter des obersten ORF-Gremiums enthielten sich bei der Abstimmung.

Tauziehen um ORF-Direktoren

Das bedeutet, dass das Personalpaket auch Stimmen von ÖVP-Vertretern erhielt. Um die Direktorenbesetzung war bis kurz vor der Sitzung heftig gerungen worden, wobei dem Vernehmen nach aus mehreren Flügeln der Volkspartei Druck gemacht wurde. Die ÖVP ging mit ihren Forderungen aber leer aus.

Bruch zwischen SPÖ und ÖVP

Die Wahl der ORF-Direktoren im ORF-Stiftungsrat brachte am Donnerstag ein Revival der Regenbogenkoalition von 2006. Neben SPÖ, Grünen, NEOS und unabhängigen Stiftungsräten stimmten auch FPÖ sowie zwei ÖVP-nahe Landesstiftungsräte für das Direktorium Wrabetz III. In den Verhandlungen vor der Wahl kam es zugleich zu einem Bruch zwischen SPÖ und ÖVP.

Der Bestellung der Direktoren und Landesdirektoren ging ein zähes Ringen zwischen SPÖ und ÖVP voraus. Bis tief in die Nacht hinein wurde um mögliche Personalpakete gefeilscht. Die ÖVP forderte dem Vernehmen nach zwei Direktoren-Posten sowie die Kompetenzen für Personal und Recht. Im Gegenzug standen ein konstruktiverer Kurs in den ORF-Gremien und die Zustimmung zur Erhöhung der Rundfunkgebühren im Raum. Die SPÖ lehnte die Forderungen ab, die ÖVP ließ nicht nach, die Einigung platzte. Politische Beobachter werteten dies umgehend als Zeichen für das schlechte Koalitionsklima und Signal für baldige Neuwahlen.

Statt des ÖVP-Wunschkandidaten Roland Weissmann wurde über Nacht Andreas Nadler aus dem Hut gezaubert und zum neuen Kaufmännischen Direktor gewählt. Nadler war in der Vergangenheit Büroleiter des früheren bürgerlichen Finanzdirektors Peter Radel sowie von Alexander Wrabetz während dessen Zeit als Kaufmännischer Direktor. Seit 2003 ist Nadler Leiter der ORF-Finanzwirtschaft. "Nadler ist ein hervorragender Experte, er war sieben Jahre mein Stellvertreter, und er wird diese Aufgabe sehr gut machen", meinte der mit Jahresende aus dem ORF ausscheidende Richard Grasl am Rande der Stiftungsratssitzung.

Stimmberechtigte

Für das neue Team mit Programmdirektorin Kathrin Zechner, Radiodirektorin Monika Eigensperger, Technik-Direktor Michael Götzhaber und Finanzdirektor Nadler stimmten 23 Stiftungsräte, darunter jene 18, die Wrabetz im August mit knapper Mehrheit zum Generaldirektor gewählt hatten: 13 Vertreter des SPÖ-"Freundeskreises", zwei unabhängige links stehende Betriebsräte sowie der Kärntner Stiftungsrat Siggi Neuschitzer, der Grüne Wilfried Embacher und NEOS-Stiftungsrat Hans Peter Haselsteiner.

Bei der Wahl der Direktoren kamen nun auch noch die Stimmen der unabhängigen Betriebsrätin Gudrun Stindl, des unabhängigen Regierungs-Stiftungsrats Franz Küberl, der beiden bürgerlichen Landesstiftungsräte Josef Resch (Tirol) und Alfred Geismayr (Vorarlberg) sowie jene von FPÖ-Stiftungsrat Norbert Steger dazu. Steger zählte im August noch zu Wrabetz schärfsten Gegnern. Als Signal an die FPÖ soll der stellvertretende Technik-Direktor und Online-Chef Thomas Prantner in seiner Funktion aufgewertet werden. Alles in allem eine Neuauflage der Regenbogen-Koalition, die Wrabetz bereits 2006 ins Amt des ORF-Generals gehievt hatte.

Daneben enthielten sich die ÖVP-nahen Stiftungsräte Franz Medwenitsch, er sitzt auf einem Regierungsmandat im obersten ORF-Gremium, und Matthias Limbeck (Salzburg) des Votums. Die zehn Gegenstimmen kamen von neun ÖVP-nahen Stiftungsräten um "Freundeskreis"-Leiter Thomas Zach sowie vom Team Stronach-Vertreter Günter Leitold.

Keine Überraschungen bei Landesdirektoren

Bei der Bestellung der Landesdirektoren gab es keine weiteren Überraschungen mehr. Das von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz vorgeschlagene Landesdirektoren-Team erhielt eine noch deutlichere Mehrheit: 30 der Räte stimmten zu.

Für Vorarlberg wurde Markus Klement wiederbestellt, in Tirol Helmut Krieghofer verlängert. In Salzburg wird der noch unter der früheren SPÖ-Landeshauptfrau Gabi Burgstaller bestellte Roland Brunhofer auf Wunsch von ÖVP-Landeshauptmann Wilfried Haslauer durch ORF III-Chefredakteur Christoph Takacs ersetzt.

In Oberösterreich geht Landesdirektor Kurt Rammerstorfer in die Verlängerung, gleiches gilt für die Direktorenverträge von Gerhard Draxler in der Steiermark, Karin Bernhard in Kärnten, Norbert Gollinger in Niederösterreich und Brigitte Wolf in Wien. Im Burgenland wird Landesdirektor Karlheinz Papst auf Wunsch der Landes-SPÖ von Werner Herics abgelöst.

Der grüne Stiftungsrat Wilfried Embacher kritisierte dabei den politisch gewünschten Austausch von Brunhofer und Papst. Embacher nannte die Abberufungen "skandalös". In Salzburg habe der dortige Stiftungsrat noch eines drauf gesetzt, weil dieser das Vorhaben auch noch öffentlich kundtat. "Die Ablöse von Papst im Burgenland ist fachlich nicht begründbar", so Embacher.

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 17:10

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 16:48

Fernsehchefin Zechner hat schon viele Programmideen

"Programmideen gibt es viele", erklärte Fernsehchefin Kathrin Zechner dazu gegenüber Journalisten. "Die Entscheidungsfreudigkeit wird sich nach dem Finanzrahmen richten", so Zechner. Es gelte schließlich, unter sehr herausfordernden Bedingungen ein Gesamtbudget zu erstellen.

 16:33

"Team der absoluten Kompetenz"

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz nannte sein neues Direktorium am Donnerstag nach der Bestellung durch den ORF-Stiftungsrat ein "Team der absoluten Kompetenz". Es sei nicht um "Wunscherfüllung" in Richtung politischer Parteien gegangen. Zugleich sei es gelungen, den Frauenanteil zu erhöhen. "Zum ersten Mal steht es in der Geschäftsführung 50 zu 50", so der ORF-General.

 16:22

Novum in der neuen Geschäftsführung

Die Doppelfunktion Senderchefin und Radiodirektorin, die Monika Eigensperger nun inne hat, ist ein Novum in der neuen Geschäftsführung. Eigensperger sieht das als "Herausforderung, der ich mich sehr gerne stelle". Über konkrete Pläne will sie sich noch nicht äußern - sie trete ihr Amt ja erst kommendes Jahr an und die neue Geschäftsführung werde die weiteren Schritte gemeinsam besprechen. Eigensperger, die am Donnerstag nicht nur ihre Wahl, sondern auch ihren Geburtstag feierte, freute sich jedenfalls über ein "tolles Geburtstagsgeschenk".

 15:58

Michael Götzhaber - Wrabetz' loyalster Direktor

Michael Götzhaber (50) war im Vorfeld der Wahl des ORF-Generaldirektors das einzige Mitglied der Geschäftsführung, das sich offen für eine Wiederbestellung von ORF-Chef Alexander Wrabetz ausgesprochen hatte. "Loyalität nimmt in meiner Lebenseinstellung einen besonderen Platz ein", meinte Götzhaber im Frühjahr.

Nun wurde der Technische Direktor des öffentlich-rechtlichen Senders für weitere fünf Jahre zum obersten Technikchef des Hauses bestellt. Götzhaber gilt als stiller Netzwerker, der sich in den vergangenen Monaten bei Stiftungsräten aller Couleurs für seinen Chef Wrabetz stark machte. Bis zu seiner ersten Bestellung im Jahr 2012 gehörte Götzhaber als Mitglied des Zentralbetriebsrats selbst dem obersten ORF-Gremium an. Seine Kontakte zur Belegschaftsvertretung und Stiftungsräten sind seit damals intakt.

 15:27

Wrabetz: "Heute sind die Direktoren bestellt worden und sonst ist nichts Thema." Für alle anderen Amtsträger ändert sich demnach nichts, betont Wrabetz.

 15:19

Mit gutem Team will Wrabetz die Herausforderungen schaffen. Zum ersten Mal sind gleich viele Männer wie Frauen vertreten. "Habe gezeigt ein Team mit voller Kompetenz zu formen ohne irgendwelche Absprachen", so der ORF-Boss.

 15:12

Neo-Radiochefin Eigensperger will Vernetzung vorantreiben

Die frisch gekürte ORF-Radiodirektorin Monika Eigensperger sieht in Abstimmung und Koordination der Radiosender des Öffentlich-Rechtlichen eine ihrer Hauptaufgaben. Die Pläne für einen Relaunch und Rejustierungen von Ö1, wie sie Generaldirektor Alexander Wrabetz in seiner Bewerbung vorsah, "kenne ich genau und unterstütze ich", sagte sie am Donnerstag nach ihrer Kür im Gespräch mit Journalisten.

Keine zu großen Sorgen dagegen muss man sich nach Ansicht der neuen Radiodirektorin, die mit 1. Jänner 2017 die Nachfolge von Karl Amon antritt, um Ö3 machen. "Ö3 ist eines der bei weitem erfolgreichsten Popradios Europas - wenn nicht weltweit." Überhaupt halte sie es bei "71 Prozent Marktanteil über alle ORF-Radios stark übertrieben, von einer Krise der Radios zu sprechen".

 14:42

Die neue Programm-Direktorin Kathrin Zechner freut sich, dass jetzt zwei Frauen im Direktorenteam sind und spricht von vielen spannenden Herausforderungen.

 14:40

Die neue Radiochefin lobt zunächst die Möglichkeiten von Social Media für Radioleute. Man könne jetzt akut sehen wie Hörer reagieren und Feedback einholen. Der technische Direktor sieht Herausforderungen bei Umstellung auf 4K, es wird neue Rechner geben.

 14:38

Wrabetz tritt soeben mit allen Direktoren und Landeschefs vor die Kamera

 14:12

Werner Herics ist Direktor im Landessstudio Burgenland

Werner Herics (51) wurde am 25. Juni 1965 in Oberwart geboren. Herics war von 1992 bis 1999 sowie von 2001 bis 2006 im ORF tätig - im Landesstudio Burgenland, als Moderator und Regisseur bei Ö1, als Leiter des Korrespondentenbüros in Belgrad und später als stellvertretender Ö1-Info-Chef. Dazwischen war er im Auftrag des Außenministeriums Koordinator der Beratungs- und Ausbildungsprogramme der OSZE für Medien im Kosovo. 2007 wechselte er zur WAZ, wo er bis 2010 als Geschäftsführer aller Verlagsbeteiligungen in Serbien fungierte. Danach wurde er neben Michael Tillian Vorstand in der Regionalmedien Austria (RMA), dem Regionalzeitungsunternehmen der Styria Media Group und der Tiroler Moser Holding. Im Jänner 2013 ging Herics in den ORF zurück und wurde Leiter des Strategieprojekts. Der Burgenland-Kroate ist einer der zwei neuen Köpfen im Team der Landesdirektoren. Der bisherige burgenländische Landesdirektor Karlheinz Papst musste auf Drängen der Landes-SPÖ und nach Rot-Blau im Land seinen Sessel für Herics räumen.

 14:11

Norbert Gollinger leitet das Landesstudio Niederösterreich

Norbert Gollinger (59) wurde am 14. Oktober 1956 in Wien geboren. Er studierte nach der Matura Germanistik und Publizistik. Dem ORF gehört Gollinger seit 1979 an: Seine Laufbahn begann er als Reporter/Redakteur im ORF-Landesstudio Niederösterreich, von 1984 bis 1994 war er beim Aktuellen Dienst Fernsehen/Innenpolitik tätig. Von 1994 bis 1998 war er Mitglied des Sendungsteams der "Zeit im Bild", 1997 bis 1998 war zudem Chef vom Dienst der "Zeit im Bild". Ab 1998 war Norbert Gollinger Chefredakteur des ORF-Landesstudios Niederösterreich. 2002 wurde er vom ORF-Stiftungsrat zum Landesdirektor des Landesstudios Niederösterreich bestellt, im September 2006 und nun erneut wiederbestellt.

 14:11

Das ist die Landesdirektorin von Wien: Brigitte Wolf

Brigitte Wolf (59) ist bereits seit 14 Jahren Wiener ORF-Chefin. Geboren am 12. August 1957, studierte sie Publizistik und Kommunikationswissenschaft sowie Psychologie (Promotion 1988), nebenbei arbeitete sie in der Hörfunk-Feature-Redaktion von Ö1 sowie bei der Tageszeitung "Die Presse". Brigitte Wolf kam 1981 in die ORF-Abteilung Medienforschung, von 1990 bis 1994 war sie Büroleiterin des legendären ORF-Generalintendanten Gerd Bacher, von 1994 bis 1995 Leiterin der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit und ORF-Pressesprecherin. 1999 wurde sie Leiterin der Berufsaus- und -fortbildung im ORF. Im Februar 2002 bestellte sie dann der ORF-Stiftungsrat zur Landesdirektorin des Landesstudios Wien. Nach 2006 und 2011 wurde sie nun zum dritten Mal wiederbestellt.

 14:01

Andreas Nadler - Das ist der Nachfolger von Grasl

Andreas Nadler (46) ist die Überraschung im neuen Direktorenteam von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz. Nachdem politische Absprachen um den Posten des Kaufmännischen Direktors zwischen SPÖ und ÖVP gescheitert waren, wurde Nadler über Nacht als hausinterne und unpolitische Fachlösung für die Funktion des neuen Finanzdirektors aus dem Hut gezaubert.

Nadler kennt den ORF seit vielen Jahren. Er war in den vergangenen Jahrzehnten der Schatten zahlreicher Kaufmännischer Direktoren des öffentlich-rechtlichen Senders. Nadler fungierte als Büroleiter des früheren ÖVP-nahen Kaufmännischen Direktors Peter Radel und übte diese Funktion später auch für den SPÖ-nahen Wrabetz aus, als dieser noch Finanzchef des ORF war. Zwischenzeitlich war er auch operativer Leiter der ORF-Vermarktungstochter Enterprise.

 13:46

Michael Götzhaber ist Wrabetz' loyalster Direktor

Michael Götzhaber (50) war im Vorfeld der Wahl des ORF-Generaldirektors das einzige Mitglied der Geschäftsführung, das sich offen für eine Wiederbestellung von ORF-Chef Alexander Wrabetz ausgesprochen hatte. "Loyalität nimmt in meiner Lebenseinstellung einen besonderen Platz ein", meinte Götzhaber im Frühjahr.

Nun wurde der Technische Direktor des öffentlich-rechtlichen Senders für weitere fünf Jahre zum obersten Technikchef des Hauses bestellt. Götzhaber gilt als stiller Netzwerker, der sich in den vergangenen Monaten bei Stiftungsräten aller Couleurs für seinen Chef Wrabetz stark machte. Bis zu seiner ersten Bestellung im Jahr 2012 gehörte Götzhaber als Mitglied des Zentralbetriebsrats selbst dem obersten ORF-Gremium an. Seine Kontakte zur Belegschaftsvertretung und Stiftungsräten sind seit damals intakt.

 13:38

Kathi Zechner - die mächtigste Frau am Küniglberg

Kathrin Zechner bleibt die mächtigste Frau am Küniglberg. Die Fernsehdirektorin des ORF wurde am Donnerstag zur künftigen Programmdirektorin bestellt. Dass die Informationsagenden nicht mehr zu ihrem Portfolio gehören, wird sie verschmerzen, das hat sie schon zu Jahresbeginn durchblicken lassen. "Ich lebe und atme Programm in jeglicher Hinsicht", hat sie dabei ihre Passion beschrieben.

Auch die Unterhaltung allein, inklusive Film, Serie, Dokumentation und Reportage sei ein "sehr spannendes Feld", sagte die 53-Jährige heuer in einem Interview. Sicher spannend wird die Arbeit an ORFeins, für das Generaldirektor Alexander Wrabetz vor seiner Wiederwahl Priorität ausgerufen hat. Dafür wolle er auch Geld in die Hand nehmen, kündigte er im Sommer an und stellte zehn Millionen Euro zusätzlich in Aussicht.

 13:04

Die Zentraldirektoren zusammengefasst:

Kathrin Zechner wird TV-Programmdirektorin

Andreas Nadler übernimmt den Posten als Finanzchef

Monika Eigensperger wird Radiodirektorin

und Michael Götzhaber bleibt Technikdirektor

 13:03

Monika Eigensperger wird Radiodirektorin

Sie wecheslt vom FM4-Chefposten in die Radiodirektion

 12:50

Takacs wird Landesdirektor in Salzburg

Der bisherige ORFIII - Chefredakteur Christoph Takacs übernimmt die Landesdirektion in Salzburg.

 12:44

Große Allianz stimmt für Wrabetz-Direktoren

Knalleffekt im Stiftungsrat: Eine breite Allianz stimmt - gegen die ÖVP - für das Direktorenpaket von Wrabetz: Auch der FPÖ-Stiftungsrat Norbert Steger, Unabhängige, SPÖ, NEOS, Betriebsräte und zwei ÖVPler /Tirol & Vorarlberg)

Zwei Stiftungsräte enthielten sich: ÖVP-Stiftungsart aus Salzburg, Franz Medwenitsch

Gegen das Paket stimmten neun ÖVP-Stiftungsräte plus Team Stronach

 12:28

Grasl gibt sich gegenüber Journalisten betont locker

Der Ex-Finanzdirektor des ORF begab sich gerade auf den Weg ins Atrium am Küniglberg. Dort hat sich der Stiftungsrat seit gut 10 Uhr versammelt.

 12:13

FPÖ unterstützt nun Wrabetz

Der FPÖ-Stiftungsrat, Norbert Steger, der noch im Sommer Richard Grasl als ORF-Chef unterstützt hat, dürfte nun das Direktorenteam von Alexander Wrabetz wählen.

Damit wäre die schwarz-blaue Allianz im ORF wieder Geschichte.

Im Gegenzug dafür soll die ORF einen aufgewerteten Onlineposten für Thomas Prantner erhalten.

 12:13

Kern und Mitterlehner schalteten sich ein

In der Früh schalteten sich auch SPÖ-Kanzler Christian Kern und VP-Vizekanzler Reinhold Mitterlehner in die ORF-Verhandlungen ein.

Kern erklärte – laut SPÖ-Insidern – den roten Stiftungsräten, dass sie die Regenbogenkoalition mit der Alexander Wrabetz im Sommer gegen die Stimmen der ÖVP wiedergewählt wurden – „nicht gefährden“ sollten.

Mitterlehner wollte hingegen, dass die VP-Stiftungsräte „nicht mit den Roten packeln“, sagen VP-Strategen.

 12:09

Auch paktierte Landesdirektionen wackeln nun

Roland Brunhofer – einst von der SPÖ eingesetzter ORF-Landesdirektor in Salzburg – könnte nach dem neuen Krieg zwischen SPÖ und ÖVP doch Landesdirektor in Salzburg bleiben. Ursprünglich wollte Wrabetz der ÖVP hier entgegenkommen. Nun soll er gesagt haben: „Jetzt reicht es."

 12:09

SPÖ-ÖVP-Krieg im ORF: ÖVP forderte auch Radiodirektion und Personalhoheit

Bis zur letzten Sekunde hatte ORF-General Alexander Wrabetz noch versucht, die ÖVP-Stiftungsräte ins Boot zu holen. Aber die ÖVP hatte zu hoch gepokert – oder wollte ohnehin von Anfang an die totale Konfrontation:

Die schwarzen Stiftungsräte forderten schließlich neben Roland Weissmann als kaufmännischen Direktor – er war der bisherige Stellvertreter von Richard Grasl – auch die Radiodirektion. Diese wollten die Schwarzen mit Lisa Totzauer oder Stefan Ströbitzer besetzen, behaupten ORF-Insider.

Dazu wollte die ÖVP auch noch einen neuen Posten in der Generaldirektion, um Wrabetz auf die Finger zu schauen. Konkret: Die Personalhoheit

Last, but not least: Die Schwarzen wollten dennoch keiner Gebührenerhöhung zustimmen.

 12:03

Brunhofer soll Salzburger Landesdirektor bleiben

Besonders spannend wird auch das Rennen um den Salzburger Landesdirektor: Hier soll laut Insidern der SPÖ-Mann Roland Brunhofer Landesdirektor bleiben. Ein Affront gegenüber dem Salzburger ÖVP-Landeshauptmann Wilfried Haslauer.

 11:59

Nadler seit 2003 im ORF

Andreas Nadler wurde 2003 unter Generaldirektorin Monika Lindner zum Leiter der Abteilung Finanzwirtschaft in der Kaufmännischen Direktion bestellt. Davor leitete er das operative Geschäft der ORF-Vermarktungstochter Enterprise.

 11:53

Michael Götzhaber bleibt technischer Direktor

 11:45

Kathrin Zechner bleibt Fernsehdirektorin.

 11:43

Nadler übernimmt Kaufmännische Leitung

Andreas Nadler, langjähriger Leiter der ORF-Finanzwirtschaft, wurde am Donnerstag zu Beginn der ORF-Stiftungsratssitzung, bei der die Direktoren und Landesdirektoren bestellt, als Favorit für den Posten des Kaufmännischen Direktors gehandelt. Zuvor waren Gespräche zwischen SPÖ und ÖVP über ein mögliches Personalpaket offenbar gescheitert.

 11:42

Grasl-Nachfolger fix: Andreas Nadler erhält Posten der Kaufmännischen Leitung

 11:35

Seit ca. 10 Uhr beraten die Mitglieder des ORF-Stiftungsrates