Blaue Nibelungenschwüre im FPÖ-Krisen-Präsidium

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Blaue Nibelungenschwüre im FPÖ-Krisen-Präsidium

Hofburg-Kandidat Rosenkranz ist in der FPÖ beliebt. Daher mimen auch Kickl-Kritiker Einigkeit.

Fassade. Gestern lud FPÖ-Chef Herbert Kickl doch zur blauen Präsidiumssitzung. Auch wenn der Ober-Blaue öffentlich gerne behauptet, dass Berichte über – freundlich ausgedrückt – blaue Spannungen wegen der Affäre Hans-Jörg Jenewein eine „Medienerfindung“ seien, wusste er freilich um die Unruhe in den eigenen Reihen.

Seine Kritiker – vor allem jene aus Wien – sollen sich beim Präsidium artig verhalten haben.

In Wirklichkeit gab es gestern Nibelungenschwüre. Das hat freilich viel mit der Bundespräsidentenwahl und Walter Rosenkranz zu tun.

„Keiner von uns will Walter schaden“, er sei „sehr beliebt bei uns“, erklärt ein FPÖ-Präsidiumsmitglied die scheinbare Geschlossenheit. Das ändere zwar „wenig an den Gräben in der Partei“. Aber „erstens wird so etwas selten in einer offiziellen Sitzung ausgetragen. Zweitens will dann keiner von uns von Kickl für die mögliche Wahlschlappe verantwortlich gemacht werden“, erklärt ein weiterer blauer Spitzenmann.

Für Kickl sind das Good News. Zumindest bis zur Hofburg-Wahl.