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Nach Abfuhr vom Kanzler

„Burka-Rebell“ attackiert Kurz

Algerier Rachid Nekkaz kämpft gegen Burka-Verbot und übt dabei schwere Kritik an dem Bundeskanzler

Burka-Rebell Rachid Nekkaz sorgte am Montag für den nächsten Aufreger: Um 11.30 Uhr wollte der Gegner des Verschleierungsverbotes das Bundeskanzleramt betreten und zehn Strafen wegen Verstoßes gegen das „Burka-Verbot“ bezahlen. Unter großer medialer Beobachtung stellte er sich vor das Bundeskanzleramt und erklärte seine friedliche Protest-Aktion.

 

Video zum Thema: Burka-Millionär zahlt "Verhüllungsstrafen"
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Er sei für alle verschiedenen Freiheiten und fordert das auch in einem demokratischen System, sagte Nekkaz zu den versammelten Journalisten. Er verstehe nicht, warum sich Österreich gegen Minderheiten wendet, so Nekkaz. Deshalb will er zehn Burka-Geldstrafen bezahlen. Nekkaz: "Ich habe kein Limit. Ob es ein, zwei, drei oder vier Millionen sind, ist mir völlig egal. Ich habe die finanzielle Freiheit, das zu machen."

+++ Heute um 21 Uhr ist der Burka-MIllionär Rachid Nekkaz bei FELLNER! LIVE auf oe24.TV zu Gast und erklärt, was er mit seinen Aktionen bewirken will und wie viele Burka-Strafen er bisher schon gezahlt hat. +++

Heftige Kritik an Kurz

Als der Burka-Rebell versuchte, ins Bundeskanzleramt zu gelangen, wurde er von den Beamten vor Ort daran gehindert. Daraufhin beschloss Nekkaz, dem Bundeskanzler einen Brief zu schreiben.

Kurz weigere sich an der Diskussion teilzunehmen, kritisierte Nekkaz. Das würde zeigen, dass er nicht an demokratischen Werten interessiert sei.

Mit Kurz-Foto

Schon kurz nach Inkrafttreten des Anti-Verhüllungsgesetzes im Oktober 2017 sorgte Nekkaz vor dem Außenministerium für Aufsehen. Mit einem großen Porträtbild von Kurz gespickt mit 100-Euro-Scheinen „vermummt“ trat er vor das Außenministerium. Für die Aktion musste er 50 Euro zahlen. Nekkaz war der Erste, gegen den eine Strafe wegen des neuen Gesetzes verhängt wurde.

Nekkaz übernahm schon 305.000 Euro an Strafen

Stolz präsentierte Nekkaz danach das Strafmandat. Zuvor hatte er angekündigt, sämtliche Strafen, die nach dem „Burka-Verbot“ in Österreich anfallen sollten, bezahlen zu wollen. Kurz warnte den Geschäftsmann: „Wir lassen uns das sicher nicht gefallen“, sagte er. „Wer in Österreich Nikab oder Burka trägt, muss mit Konsequenzen rechnen“, drohte Kurz.

Nekkaz fiel in Frankreich, Belgien den Niederlanden, Deutschland und der Schweiz mit ähnlichen Aktionen auf. Insgesamt hat er laut eigenen Angaben seit 2011 bereits 1.532 Strafen gegen Verschleierungsverbote übernommen und 305.000 Euro bezahlt.

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