"Rauchen ist viel zu billig"

Wien

"Rauchen ist viel zu billig"

Zum heutigen Welt-Nichtrauchertag fordern die Experten eine neue Initiative.

Alarmstufe Rot im Gesundheitswesen: „Wir müssen spürbare Maßnahmen setzen, nur dann kann sich etwas ändern“, Ärztekammer-Präsident Artur Wechselberger will endlich den Nichtraucher-Schutz ausbauen. Der Mediziner fordert zum heutigen Welt-Nichtrauchertag eine einfache, aber wirksame Maßnahme: Der Preis für Zigaretten muss dramatisch steigen. „Bei einer Verteuerung von zehn Prozent würde der Anteil an Rauchern um fünf Prozent zurückgehen“, rechnet er vor. Das könnte lebensrettend wirken, schließlich sterben jährlich 14.000 Menschen an den Folgen.

Teurere Zigaretten sollen Teenager abschrecken

Das Wichtigste laut Wechselberger im Ö1-Interview: Wenn der Preis steigt, würde der Einstieg für Jugendliche unattraktiver werden. „Teenager haben nur begrenzte finanzielle Ressourcen, irgendwann wollen sie sich die Packung nicht mehr leisten.“ Die geforderten zehn Prozent Preiserhöhung würden bei gut der Hälfte der Jugendlichen das Rauchverhalten verändern, schätzt man in der Ärztekammer.

Ministerium erhöht 
die Steuer auf Tabak

Im Gesundheitsministerium rennt Wechselberger mit seiner Forderung offene Türen ein. Gegenüber ÖSTERREICH betont Minister Alois Stöger, dass eine jährliche, stufenweise Erhöhung bereits in Kraft ist. Jedes Jahr wird mit April der Preis pro Packung um 15 bis 20 Cent erhöht. Stöger hofft auf eine abschreckende Wirkung: „Gesundheitsschädliche Produkte höher zu besteuern, hat den Effekt, dass der Einstieg erschwert wird. Es muss unser Ziel sein, dass Jugendliche erst gar nicht mit dem Rauchen beginnen.“

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