Erste Festnahmen im Zusammenhang mit dem Rauchverbot: Zwei Brüder wurden verhaftet.
Wien. Passiert ist der Vorfall Sonntag weit nach Mitternacht im Chelsea, Kultlokal am Wiener Gürtel: Die beiden Brüder, Österreicher, 21 und 25 Jahre jung, zündeten sich im Lokal Zigaretten an. Mehrmals forderten die Kellner die beiden auf, die Zigaretten auszudämpfen. Das wurde ignoriert. Letztlich rief das Personal den Türsteher und der wollte die Brüder aus dem Lokal werfen.
Eklat. Das akzeptierten die beiden aber nicht. Streit war die Folge, sie beschimpften den Türsteher, es kam zu einer Rangelei, dann zu Handgreiflichkeiten.
Schließlich riefen die Chelsea-Mitarbeiter die Polizei. Die rückte gleich mit zehn Mann an. Auch das machte auf die Tobenden wenig Eindruck. Sie tobten weiter, attackierten auch die Beamten, schlugen auf sie ein und drohten mehrmals: „Wir bringen euch um.“
Haft. Es musste heftige „Körperkraft“ eingesetzt werden, sagt die Polizei, um die beiden zu fixieren. Zwei Polizisten wurden bei der Rangelei leicht verletzt. Letztlich konnten die Raufbrüder aber doch festgenommen und abtransportiert werden. Ihnen droht Anklage wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt, gefährlicher Drohung, Missachtung des Rauchverbots.
Chef. Für Chelsea-Chef Othmar Bajlicz ist der Vorfall inzwischen abgehakt, er sagt zu ÖSTERREICH: „Es hat bisher keine Probleme gegeben, wir halten strikt das Rauchverbot ein, das ich persönlich sehr gut finde.“ (wek)