Regierung bestellt ORF-Stiftungsräte

Gremium komplett

Regierung bestellt ORF-Stiftungsräte

Einige neue Gesichter im obersten ORF-Aufsichtsgremium.

Der Ministerrat wird am Dienstag die noch ausständigen Mitglieder des ORF-Stiftungsrats beschließen. APA-Informationen zufolge haben sich SPÖ und ÖVP am Montagabend auf die neun von der Regierung entsandten Räte verständigt.

Demnach ziehen einige neue Gesichter ins oberste ORF-Aufsichtsgremium ein. So etwa Herbert Fechter, bekannt als Eventmanager und Künstleragent: Er soll auf einem bürgerlichen Ticket in den Stiftungsrat einziehen. Ebenfalls ein neuer, wenn auch bekannter Name ist Herwig Hösele, Sprecher der früheren steirischen Landeshauptfrau und jetzigen kirchlichen Opferschutzbeauftragten Waltraud Klasnic. Bereits Erfahrung als bürgerliche Stiftungsräte haben IFPI-Chef Franz Medwenitsch sowie Sportunion-Generalsekretär Rainer Rösslhuber.

Neu auf einem der SPÖ zugeordneten Regierungsticket soll Karin Gutierrez-Lobos, Vizerektorin der Meduni Wien, in den Stiftungsrat kommen. Andrea Brem, Andrea Schellner und Rudolf Ertl waren bereits bisher Mitglieder.

Franz Küberl, bisher via Publikumsrat als Kirchenvertreter im Stiftungsrat, wird erwartungsgemäß von der Regierung in den ORF-Aufsichtsrat geschickt. Der langjährige frühere Caritas-Präsident gilt als unabhängig.

Ebenfalls fixiert werden im Ministerrat die Namen jener Stiftungsräte, die von den Parteien nominiert wird. Die SPÖ hat nur mehr einen Sitz, der wieder an Dietmar Hoscher (Casinos Austria) geht. AK-Direktor Werner Muhm wird nicht mehr dabei sein.

Die ÖVP schickt Thomas Zach, bisher auf einem Regierungsticket im Gremium, der an die Stelle von Peter Koren tritt. Die FPÖ nominierte Norbert Steger, die Grünen Wilfried Embacher. Für die NEOS übernimmt Hans Peter Haselsteiner die ORF-Aufsicht, das Team Stronach schickt den Banker Günter Leitold.

Der Stifungsrat ist somit komplett; die konstituierende Sitzung soll am 7. Mai stattfinden.
 

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