Regierung

Neuer Minister mit SP-Chefin verheiratet

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Der Vorarlberger Umweltlandesrat soll Mücksteins Nachfolger in Wien werden.

Wien/Vorarlberg. Manchmal kommt plötzlich alles anders im Leben: Eigentlich wollte Vorarlbergs Grünen-Urgestein und Umwelt-Landesrat Johannes Rauch seine langjährige Polit-Karriere noch vor der Vorarlberg-Wahl 2024 beenden: Noch im Juni gab er den Vorarlberger Grünen-Vorsitz ab. Jetzt soll er der neue Gesundheitsminister der Republik werden.

Rufe aus Wien. Nach 24 Jahren Landespolitik folgt Rauch nun den Rufen aus Wien. Als gelernter Sozialarbeiter dürften ihm die Agenden seines neuen Ressorts wohl nicht allzu fremd sein. Rauch soll den Überredungskünsten seines engen Freundes und Parteichefs Werner Kogler nachgegeben haben.

Koalitions-Mitverhandler heiratete SPÖ-Chefin

Lokalmatador. Bisher erklärte Rauch stets, im Ländle gestalten zu wollen, auch wenn er bei den Bundes-Grünen nach eigenen Angaben „alles“ hätte werden können. Der 62-Jährige ist ein Grüner der ersten Stunde, trat 1985 der Partei bei.

Brückenbauer. Der als beharrlich und pragmatisch geltende Vater zweier Töchter einte immer wieder seine zerstrittenen Grünen. An Koalitionsverhandlungen für Türkis-Grün war er in Land und Bund federführend beteiligt. Den Spagat zwischen ÖVP und Parteibasis zu schaffen ist für ihn daher nicht neu. Unklar bleibt, ob er die neuen Öffnungsschritte mitträgt. Partei­übergreifend zu agieren ist Rauch auf jeden Fall gewöhnt: Er heiratete Gabriele Sprickler-Falschlunger – Vorarlberger SPÖ-Chefin.
 

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