Öfferl hat den Krapfen-Königstitel erobert. Beim Wiener Krapfentest von Gault&Millau lag die Bäckerei nur einen Punkt vor der traditionsreichen Konkurrenz. So knapp war das Rennen um den besten Faschingsgenuss noch nie.
Goldbraun sollte die Farbe sein, der Duft frisch und zart-hefig, die Marillenmarmelade gleichmäßig im Backwerk verteilt und wohl dosiert sein - so ein Faschingskrapfen bekommt eine gute Bewertung. Beim jährlichen Wiener Krapfentest von Gault&Millau siegte heuer Öfferl - knapp vor den k.u.k. Hofzuckerbäckereien Demel und Heiner, hieß es in einer Aussendung am Donnerstag. Demnach war das Ergebnis noch nie so knapp - die ersten drei Plätze lagen nur einen Punkt auseinander.
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16 verschiedene Krapfen verkostet
Die Testobjekte wurden am Morgen des Verkostungstages anonym in Wiener Bäckereien eingekauft. Insgesamt wurden 16 verschiedene Krapfen verkostet. Bewertet wurden Optik, Geruch und Geschmack des Krapfens sowie Geruch und Geschmack der Marillenmarmelade. Die Zuckerfrage wurde bei der Bewertung weitgehend ausgeblendet, es sollte also keine wertende Rolle spielen, wenn der Staubzucker ob der Verpackung bzw. des Transports nicht mehr ebenmäßig war oder ob Kristallzucker verwendet wurde. Laut österreichischem Lebensmittelkodex müssen Marillenkrapfen mindestens 15 Prozent Füllmasse bezogen auf das Fertiggewicht enthalten. Sieben Expertinnen und Experten bewerteten die Krapfen.
Der Testsieger Öfferl um 3,90 Euro kam auf 280 Punkte, danach folgte der Demel-Krapfen um ebenso 3,90 und ex aequo jener von Heiner um 2,33 Euro. Der Krapfen der Bäckerei Mann um 1,80 folgte auf dem vierten Platz vor jenem der Bäckerei Felber um ebenso 1,80 Euro auf Platz fünf.