Rendi-Wagner

Coronavirus-Krise

Rendi-Wagner: 'Maßnahmen sind alternativlos'

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SPÖ-Chefin unterstützt ebenso wie Kickl und Meinl-Reisinger die Regierung.

Die Opposition hat bei der Sondersitzung des Nationalrats ihre Unterstützung für die drastischen Maßnahmen der Koalition zur Bekämpfung der Coronakrise geäußert. Gleichzeitig herrschte bei SPÖ, FPÖ und NEOS Übereinstimmung, dass wirtschaftlich mehr getan werden müsse als die zunächst bereitgestellten vier Milliarden.
 
SPÖ-Klubchefin Pamela Rendi-Wagner bestätigte, dass die Lage "sehr ernst" sei. Auch wenn sich jetzt viele nicht vorstellen könnten, dass die Situation aus Italien auch in Österreich eintreten könne, sage sie: "Täuschen wir uns nicht."
 
Aus medizinischer Sicht gebe es keine Alternative zu den jetzt gesetzten Maßnahmen. Daher stelle sich die Sozialdemokratie als größte Oppositionspartei der Verantwortung in dieser Zeit.
 

Kickl fordert mehr finanzielle Unterstützung

Wie davor Rendi-Wagner betonte auch FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl, dass es mehr Geld für Klein- und Mittelbetriebe brauche. Ansonsten unterstützte er den von der Regierung eingeschlagenen Weg. Der Coronavirus habe alle in seinen negativen Bann gezogen. Jetzt brauche es eine große gemeinsame Kraftanstrengung.
 
NEOS-Klubobfrau Beate Meinl-Reisinger erinnerte daran, dass Freiheit für ihre Partei von besonderer Bedeutung sei und dennoch sei in diesem Fall die Einschränkung der persönlichen Freiheit richtig und wichtig. Für die Wirtschaft erwartet sie ganz harte Zeiten. Daher seien die in Aussicht gestellten vier Milliarden "viel, viel zu wenig".
 
Seitens der ÖVP appellierte Fraktionschef August Wöginger, in diesen Zeiten auch auf Familienfeiern etwa anlässlich von Ostern zu verzichten: "Wir müssen alles tun, um die Verbreitung dieses Virus auf ein Minimum zu reduzieren." Er habe jedoch den Eindruck, dass das noch nicht überall angekommen sei.
 
Ähnlich sieht es Grünen-Klubobfrau Sigrid Maurer, die speziell an die Jungen appellierte, jetzt auf keine "blödsinnigen" Ideen wie WG-Partys zu kommen - dies nicht nur wegen der Rücksicht auf andere. Denn es gebe durchaus auch schwere Verläufe bei jungen Menschen ohne Vorerkrankungen.
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