Salzburg

Spekulationsverlust

Salzburg sagt Finanz-Skandal 
ab

Wende im Zockerkrimi - 150 Millionen im Plus.

Als Drehbuch für eine Folge des Bullen von Tölz ginge die Story kaum durch – zu unglaubwürdig! Die besten Geschichten schreibt jedoch noch immer das Leben. Und so sagt Salzburg seinen Finanzskandal einfach wieder ab. Zwei Tage bevor morgen der erste Prüfbericht vorliegen soll, verdichtete sich gestern, was ÖSTERREICH bereits berichtet hatte – in dem Bericht wird stehen: Viel Lärm um nichts.

Gewinne?
Es könnte sogar sein, dass die entlassene Beamtin Monika R. dem Land zu einem satten Gewinn verholfen hat: Denn laut einem Bericht des Ö1-Morgenjournals ist das 1,8 Milliarden Euro schwere offizielle Portfolio des Landes aktuell 150 Millionen Euro im Plus. Auch ein zweites, inoffizielles Portfolio, mit dem Monika R. ungenehmigte Spekulationen durchgeführt haben soll, ist 1,2 Milliarden Euro groß und Insidern zufolge „leicht im Plus“.

„Voll entlastet“
„Zwei Seelen wohnen in meiner Brust“, sagt Herbert Hübel, Anwalt von Monika R.: „Es freut mich natürlich, dass meine Mandantin voll entlastet wird. Aber warum hat man sie überhaupt angeschüttet?“ Die Existenz eines „Schattenportfolios“ bestreitet Hübel. Das Land sei über alle Geschäfte stets informiert worden. Monika R. hat bereits gegen ihre Entlassung geklagt. Der Prozess am Arbeitsgericht startet am 1. Februar.

Heißt das nun, die Neuwahl ist abgesagt? „Wir warten darauf, dass uns der Bericht und die Einzelgeschäfte vorliegen“, ist ÖVP-Geschäftsführer Wolfgang Mayer gegenüber ÖSTERREICH zu keiner konkreten Stellungnahme bereit. Hinter den Kulissen hört man, die ÖVP könne nun nicht mehr zurück.

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