Salzburg -Wahlen
Kommunisten-Beben in Salzburg: KPÖ gegen SPÖ in Stichwahl
Die ÖVP stürzte nach dem Höhenflug vor fünf Jahren massiv ab, blieb aber vor der Grünen Bürgerliste und der FPÖ. Bei der Bürgermeisterwahl kommt es in zwei Wochen zu einer Stichwahl zwischen SPÖ-Vizebürgermeister Bernhard Auinger und KPÖ-Plus-Gemeinderat Kay-Michael Dankl.
Bei der Wahl für den 40-köpfigen Gemeinderat gab es einen Doppelsieg von SPÖ und KPÖ Plus. Die ÖVP stürzte nach dem einmaligen Höhenflug vor fünf Jahren massiv ab, blieb aber vor der Grünen Bürgerliste und der FPÖ Dritter. Nach dem vorläufigen Endergebnis fuhren die Sozialdemokraten am Sonntag mit 25,6 Prozent (minus 1,2 Prozentpunkte) das schlechteste Ergebnis in der Nachkriegsgeschichte ein, durchs Ziel gingen sie aber trotzdem als Nummer 1. Die KPÖ Plus, die schon vor einem Jahr bei der Landtagswahl zur zweitstärksten Kraft in der Mozartstadt aufgestiegen war, überbot das Vorjahresergebnis noch einmal und kam auf 23,1 Prozent, ein Plus von 19,4 Prozentpunkten im Vergleich zu 2019. Die Volkspartei kam mit 20,8 Prozent auf das zweitschlechteste Ergebnis in der Zweiten Republik, das heutige Minus betrug 15,9 Prozentpunkte.
Bürgerliste/Grünen vor FPÖ auf Platz vier
Die Bürgerliste/Grünen konnten sich dank der Briefwahlstimmen doch noch deutlich vor der FPÖ auf Platz vier einordnen, sie erhielten 12,7 Prozent (minus 2,4 Punkte), die FPÖ erreichte 10,8 Prozent, ein Zuwachs von 2,3 Punkten. Zwischen den beiden Parteien war vor der Auszählung der Briefwahlstimmen noch eine Differenz von nur elf Stimmen gelegen. Die NEOS verloren ein Mandat (3,5 Prozent) und halten nun bei einem Sitz im Gemeinderat, die Liste SALZ (2,7) konnte ihren einzigen Sitz verteidigen. Keine Rolle spielte die MFG (0,8 Prozent).
In Mandaten bedeutet das SPÖ 11, KPÖ Plus 10, ÖVP 8, FPÖ 4, Bürgerliste 5, NEOS und SALZ je 1. Die Verteilung der Sitze in der fünfköpfigen Stadtregierung: Die SPÖ hat zwei Sitze, KPÖ und ÖVP je einen, und die Bürgerliste/Grünen einen.
Stichwahl: Rot-dunkelrotes Duell am 24. März
Das Rennen in die Stichwahl für das Amt des Bürgermeisters war heute schon nach Vorliegen der ersten Ergebnisse entschieden, es kommt am 24. März zu einem rot-dunkelroten Duell zwischen Vizebürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) und KPÖ-Plus-Gemeinderat Kay-Michael Dankl. Der Sozialdemokrat lag mit 29,4 Prozent knapp vor Dankl (28,0). Als dritter lag ÖVP-Kandidat Florian Kreibich mit 21,6 Prozent deutlich zurück.
Auinger sprach nach Bekanntwerden des Ergebnisses von einem "sehr, sehr guten Tag für die Stadt-SPÖ" Bei den letzten Wahlen in der Stadt Salzburg sei es ihm wesentlich schlechter gegangen als heute - er verlor zwei Mal gegen den heute nicht mehr angetretenen ÖVP-Bürgermeister Harald Preuner. Er sei stolz auf das ganze Team, das sei heute auch ein "guter Tag für die Demokratie". Auinger bedankte sich auch bei seinen politischen Mitstreitern für einen "sachlichen Wahlkampf ohne Untergriffe".
Dankl meinte, die Wahl habe gezeigt, dass sich immer mehr Menschen "eine andere, ehrliche, soziale Politik" wünschen würden - eine Politik, die nach der Wahl das lebe, was sie vor der Wahl verspricht. Das Ergebnis sehe er als einen "großen Auftrag". Eine Wahl sei kein Pferderennen, wo es darum gehe, wer die Nase vorn habe, sondern es gehe darum, eine Ausgangslage zu schaffen, was in den kommenden fünf Jahren alles zu tun sei. Dankl nannte als Beispiele die Teuerung und die hohen Wohnungskosten, die sich viele Menschen nicht mehr leisten könnten. Es gebe viele kommunalpolitische Ideen und Vorhaben und damit einen Schritt hin zu einem solidarischeren Salzburg.
Kreibich: "Das Wahlergebnis ist desaströs"
Seine Enttäuschung über das schlechte Wahlergebnis hielt Bürgermeister-Stellvertreter Florian Kreibich (ÖVP) nicht hinter dem Berg. "Das Wahlergebnis ist desaströs", sagte er. Das Wahlziel sei nicht erreicht worden. "Ich muss gestehen, vor zehn Jahren habe ich mich bei meiner Hochzeit hier viel wohler gefühlt." Eine Ehe sei für die Ewigkeit gedacht, ein Wahlergebnis gelte für die nächsten fünf Jahre, sagte er. Es gebe viele Themen zur Aufarbeitung in den nächsten Jahren, da brauche es eine breite Zusammenarbeit. Und er hielt Wort, was er vor der Wahl angekündigt hatte, denn an einen Rückzug aus der Stadtpolitik denkt er offenbar nicht: "Ich stehe für eine Zusammenarbeit zur Verfügung."
Wie Wahlbeteiligung in der Landeshauptstadt stieg heute um sechs Prozentpunkte auf 54,3 Prozent.
+++ LIVE-Ticker +++
Stadt Salzburg: Ergebnis der Bürgermeisterwahl mit Wahlkarten ist da
Bernhard Auinger (SPÖ): 29,4 % (Minus 1,3 %) Kay-Michael Dankl (KPÖ): 28,0 % (Plus 25,7 %) Florian Kreibich (ÖVP): 21,6 % (Minus 19,7 %) Paul Dürnberger (FPÖ): 8,6 % (Plus 2,5 %) Anna Schiester (Grüne): 8,0 % (Minus 5 %) Christpoh Ferch (Liste Salz): 2,3 % (Plus 0,2 %) Lukas Rupsch (Neos): 2,1 % (Minus 2,0 %)
Haslauer: Ergebnis in der Stadt eine Enttäuschung
ÖVP-Landesparteiobmann Wilfried Haslauer sprach am Sonntagabend von einem "durchwachsenem Ergebnis" der Salzburger Gemeindewahlen. Mit den erreichten Mandaten "bleibt die Salzburger Volkspartei klar die dominierende kommunalpolitische Kraft. Die unterschiedlichen Ergebnisse zeigen, dass es stark um lokalpolitische Themen geht und die Bürgermeisterdirektwahl eine Persönlichkeitswahl ist", so Haslauer, der das Ergebnis in der Stadt Salzburg als Enttäuschung bezeichnete.
SPÖ-Egger warnt vor "One-Man-Show" von Dankl
Salzburgs SPÖ-Landesparteivorsitzender David Egger hat sich erfreut gezeigt, dass die SPÖ in der Stadt Salzburg wieder Nummer eins geworden ist und SPÖ-Vizebürgermeister Bernhard Auinger gegen den zweitplatzierten Kay-Michael Dankl von der KPÖ-Plus "als klarer Favorit" in die Bürgermeister-Stichwahl geht. "Am 24. März haben die Salzburgerinnen und Salzburger die Wahl, ob sie sich eine One-Man-Show oder Bernhard Auinger mit seinem kompetenten Team an seiner Seite wünschen."
Auinger stehe für Veränderung mit Erfahrung und Vernunft, erklärte Egger. "Das ist es, was es jetzt braucht. Auch wenn es zwischen Bernhard Auinger und seinem Herausforderer einige inhaltliche Überschneidungen gibt, trennen die beiden mit Blick auf ihren Politikstil Welten. Bernhard Auinger ist ein Sachpolitiker und somit das Gegenteil von einem Populisten."
Fulminantes SPÖ-Ergebnis in der Stadt Hallein
Die frühere Salinenstadt Hallein, lange Zeit eine Hochburg der Sozialdemokratie, ist wieder unangefochten in roter Hand: Die SPÖ hat heute den 2019 von der ÖVP zurückeroberten ersten Platz in der Gemeindevertretung fulminant verteidigt, eine absolute Mehrheit geholt und das Bürgermeisteramt im ersten Wahlgang behalten. Die ÖVP wurde - wohl als Quittung für die Querelen der vergangenen Jahre - um 20,5 Prozentpunkte auf 13,7 Prozent zusammengestutzt.
51,9 Prozent SPÖ-Stimmen bedeuten 15 der 25 Rathaus-Sitze. Die Freiheitlichen konnten mit 11,6 Prozent ihr Ergebnis von 2019 nicht verbessern (minus 0,2), die Grünen verloren 3,5 Punkte auf nunmehr 8,6 Prozent. Schwächer als in der Landeshauptstadt fiel das Abschneiden der Kommunisten aus, mit 5,7 Prozent schafften sie aber dennoch den Einzug ins Rathaus, wenn auch nur mit einem Mandat. Das gelang auch der Bürgerliste Hallein mit 4,9 Prozent. Insgesamt standen heute acht Listen zur Wahl, drei - die KPÖ Plus, die Bürgerliste Hallein und die ehemalige ÖVP- und nunmehr freie Mandatarin Sandra Lindtner - traten erstmals an.
Noch besser als seine Partei schnitt der amtierende SPÖ-Bürgermeister der mit knapp 22.000 Einwohnern zweitgrößten Stadt Salzburgs, Alexander Stangassinger, ab: Er konnte knapp 63 Prozent aller Wählerinnen und Wähler überzeugen und muss so nicht einmal in die Stichwahl, was angesichts von insgesamt sieben Kandidaten allseits erwartet worden war.
ÖVP bleibt "Bürgermeisterpartei"
In 14 der 119 Salzburger Gemeinden wird das Rennen um den Bürgermeistersessel erst mit einer Stichwahl am 24. März entschieden, darunter in der Landeshauptstadt. 2019 waren es noch elf Stichwahlgemeinden gewesen. Mit vorerst 82 Ortschefs bleibt die ÖVP jedoch klar "Bürgermeisterpartei", 17 Gemeinden werden in Zukunft fix von SPÖ-Bürgermeisterinnen und -Bürgermeistern geführt. Vor der Wahl heute waren es 98 bzw. 17 gewesen.
In fünf weiteren Gemeinden (plus eine gegenüber 2019) wurden heute Kandidaten von Namenslisten Ortschefs oder Ortschefinnen, und zwar in Mittersill, Thomatal, Untertauern, Maria Alm und Anif. Die FPÖ stellt nach 2019 erneut einen Bürgermeister im Land, und zwar in Unternberg (Lungau). Vor fünf Jahren war der jetzige freiheitlichen Landesrat Christian Pewny Bürgermeister von Radstadt geworden, nach seinem Wechsel in die Landesregierung wurde allerdings eine ÖVP-Kandidatin Ortschefin.
Vorläufiges Ergebnis bei den Gemeinderatswahlen (ohne Briefwahlkarten)
Jetzt sind alle Gemeinden ausgezählt
In 92 Gemeinden wurde die ÖVP zur stimmenstärksten Partei gewählt. 19 Gemeinden konnte die SPÖ für sich entscheiden, in sieben Gemeinden wurden lokale Listen zur stimmenstärksten Partei. In einer Gemeinde verzeichnete die FPÖ die meisten Stimmen.
SPÖ-Bundesgeschäftsführer sieht "eindrucksvolles Ergebnis"
SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim sah ein "eindrucksvollen Ergebnis". Die Menschen in Salzburg hätten sich einen politischen Wechsel gewünscht. Offenbar trauten die Menschen der SPÖ zu, Probleme zu lösen, egal ob es ums Wohnen, um die Gesundheitsversorgung oder um die Zukunft von Salzburg gehe. Seltenheim freute ferner, dass der rote Landeschef David Egger seine Heimatgemeinde Neumarkt am Wallersee von Schwarz auf Rot drehen konnte.
Verluste für FPÖ im Svazek-Wohnort
Die FPÖ hat bei der Gemeindevertretungswahl in Großgmain (Flachgau), Wohnort der freiheitlichen Landeshauptmannstellvertreterin und Landesparteiobfrau Marlene Svazek, Verluste hinnehmen müssen. Die Freiheitlichen kamen mit 22,6 Prozent (minus 6,3 Prozentpunkte) wieder auf Platz zwei hinter der ÖVP mit 32,5 Prozent (minus zehn Prozentpunkte).
Svazek hat in Großgmain die FPÖ-Liste angeführt, im Jänner aber erklärt, dass sie als Bürgermeisterin aufgrund ihrer Funktion als Landeshauptmannstellvertreterin nicht zur Verfügung stehe. Sie sagte, dass sie den ÖVP-Kandidaten Martin Panzer unterstützen und weiterhin das Amt der Vizebürgermeisterin in ihrer Heimatgemeinde bekleiden werde, sollte sich das bei der Wahl ausgehen.
Panzer konnte bei der heutigen Bürgermeisterwahl mit 55 Prozent der Stimmen bereits die Absolute erreichen und muss daher nicht in eine Stichwahl. Langzeitbürgermeister Sebastian Schönbuchner (ÖVP) trat nicht mehr an. Die ÖVP hatte Panzer im Herbst 2023 zu Schönbuchners Nachfolgekandidaten gewählt. Die Wahlbeteiligung in Großgmain lag heute bei 70,9 Prozent.
Erste Reaktion aus Bundes-ÖVP
„Die Volkspartei bleibt Bürgermeister- und Gemeindepartei. Trotz Gegenwind ist es uns als Volkspartei gelungen, den Großteil unserer Bürgermeister zu halten und teilweise Mehrheiten auszubauen. Es sind die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte, die die Anliegen ihrer Gemeinde kennen und ihre Gemeinden zu den lebenswerten Orten machen, die sie sind", so ÖVP-Generalsekretär Christian Stocker. "Unsere politischen Vertreter auf Gemeindeebene haben ihr Ohr direkt bei der Bevölkerung und dafür wurde ihnen auch das Vertrauen geschenkt. Heute haben sie einmal mehr bewiesen, dass sie auch in stürmischen Zeiten bestehen können."
Stocker möchte der Salzburger Volkspartei " und all ihren Mitgliedern und Funktionären recht herzlich zu diesem hart erkämpften und respektablen Ergebnis in den Salzburger Gemeinderatswahlen gratulieren“. Für Stocker sei das Ergebnis in der Stadt Salzburg natürlich dennoch ein "schmerzlicher Wermutstropfen". Hier sei "aber recht klar zu sehen, dass es sich um ein isoliertes Ereignis handelt, in dem, wie so oft in der Gemeindepolitik, lokale Gegebenheiten und Themen ausschlaggebend waren“, so Stocker.
Grafik zur Bürgermeisterwahl in Salzburg Stadt
Alle Gemeinden außer Saalbach-Hinterglemm ausgezählt
Massiver SPÖ-Zugewinn in Hallein
Mittlerweile ist auch Hallein ausgezählt und dort konnte die SPÖ im Vergleich zur Vorwahl 2019 ordentlich zulegen. Um 14.6 Prozent kletterten die Halleiner Roten auf 51.9 Prozent. Die ÖVP verlor hingegen 20.5 Prozent und stürzte auf magere 13.7 Prozent. Für die FPÖ gab es 11.6 Prozent. Die KPÖ erhielt 5.7 Prozent der Stimmen. Grüne: 8.6 Prozent. NEOS: 2.2 Prozent. FMÖ: 1.5 Prozent. BLH: 4.9 Prozent. Zur Bürgermeisterwahl liegen aus Hallein noch keine Daten vor.
Nur noch eine Gemeinde muss ausgezählt werden
118 von 119 Gemeinden sind ausgezählt. Einzig in Saalbach-Hinterglemm lässt man sich noch etwas Zeit.
14.000 Briefwahlstimmen werden bis 22.00 Uhr erwartet
FPÖ und grüne Bürgerliste blicken gespannt auf die Briefwahlstimmen. Laut vorläufigem Ergebnis trennen die beiden Parteien nur 11 Stimmen! Die Briefwahlstimmen könnten hier entscheidend sein.
SPÖ-Leiter gratuliert Auinger
"Aufrichtige Gratulation zum ersten Platz bei der Bürgermeister-Direktwahl an Bernhard Auinger und an die SPÖ bei der Gemeinderatswahl in Salzburg“, so der Vorarlberger SPÖ-Landesvorsitzende Mario Leiter zum Wahlergebnis.
SPÖ-Landeschef Egger "dreht" seine Wohnsitzgemeinde
In Neumarkt am Wallersee (Flachgau) hat SPÖ-Landesparteichef David Egger seine Wohnsitzgemeinde "rot" eingefärbt und ist in die Stichwahl gegen den langjährigen ÖVP-Bürgermeister Adolf Rieger eingezogen. Die Sozialdemokraten legten in der 6.600-Einwohner-Stadt leicht auf 37,8 Prozent zu, was für den ersten Platz reichte. Die ÖVP verlor 13,3 Prozentpunkte und kam auf 34,1 Prozent der Stimmen, FPÖ und Grüne legten zu und kamen auf 16,5 bzw. 11,7 Prozent der Stimmen.
Im Bürgermeisterduell lag Egger - er ist seit 2019 Vizebürgermeister von Neumarkt - mit 41,4 Prozent knapp vor Rieger (38,1 Prozent), beide werden sich in zwei Wochen der Stichwahl stellen. Die ÖVP hatte im Vorfeld der Wahl den Dreifachjob Eggers (Landesparteichef, Klubchef im Landtag, Vizebürgermeister) scharf kritisiert. Dieser habe in den Gremien der Gemeinde meist durch Abwesenheit geglänzt.
108 der 119 Gemeinden ausgezählt
Salzburg Stadt: Ergebnis ohne Briefwahlstimmen
:
Auinger (SPÖ): 29.9 Prozent Dankl (KPÖ Plus): 28 Prozent Kreibich (ÖVP): 21 Prozent Dürnberger (FPÖ): 9.6 Prozent Schiester (grüne Bürgerliste): 7.3 Prozent Ferch (Liste SALZ): 2.3 Prozent Rupsch (NEOS): 1.9 Prozent
:
SPÖ: 23.6 Prozent KPÖ: 23.3 Prozent ÖVP: 20.3 Prozent FPÖ: 11.8 Prozent Grüne: 11.8 Prozent NEOS: 3.2 Prozent Salz: 2.6 Prozent MFG: 0.9 Prozent
96 der 119 Gemeinden ausgezählt
Mittlerweile sind auch 96 der 119 Gemeinden ausgezählt.
Dankl: "Politik ist kein Pferderennen"
"Die heutige Salzburg-Wahl zeigt, immer mehr Menschen wünschen sich eine andere, eine ehrliche, eine soziale Politik", so Dankl. Immer mehr Menschen seien auch dazu bereit, anders zu wählen, "damit sich die Dinge zum Besseren verändern".
"Ich möchte ein großes Danke sagen an alle Salzburger und Salzburgerinnen". Dieses Vertrauen sei auch ein großer Auftrag, weil "Politik ist kein Pferderennen, wo es darum geht, wer am Wahltag die Nase vorne hat." Sondern: "Wahlen schaffen die Ausgangslage, was in den nächsten fünf Jahren, in der Zeit nach der Wahl, möglich ist". Als KPÖ Plus wolle man den Menschen eine Stimme geben, die sich von der Politik "gar nicht mehr gehört fühlen".
KPÖ-Bundespartei sieht Rückenwind
Die KPÖ-Bundespartei hat sich angesichts des sich bei der Gemeinderatswahl in Salzburg Stadt abzeichnenden Erfolgs erfreut gezeigt. Der Bundessprecher der KPÖ und Spitzenkandidat für die Nationalratswahl, Tobias Schweiger, sieht einen thematischen Rückenwind für das laufende Wahljahr. In Salzburg zeichnete sich am Sonntag eine Stichwahl zwischen Kay-Michael Dankl (KPÖ plus) und Bernhard Auinger (SPÖ) um den Bürgermeistersessel ab.
"Mit einer gestärkten KPÖ werden wichtige Themen wie leistbares Wohnen wieder zum Schlüsselthema", so Schweiger. Der KPÖ-Vorsitzende Günther Hopfgartner, der als Spitzenkandidat bei der EU-Wahl antritt, gratulierte den Mitglieder, "die dieses stärkende Ergebnis möglich gemacht haben".
KPÖ Plus bedankt sich via Twitter
Dieser Twitter Post kann aufgrund Ihrer aktuellen Datenschutzeinstellungen nicht angezeigt werden, da für dessen Einbettung ein Drittanbieter hinzugezogen wird, der technisch für den Betrieb der Website nicht zwingend notwendige Cookies setzt. Wenn Sie den Inhalt sehen möchten, bitten wir Sie um Einwilligung zu diesem konkreten Cookie von „Twitter“. Ihre Einwilligung ist einmalig für den Aufruf dieses Inhalts und wird nicht gespeichert.
Je nach Anbieter kann mit der Erteilung Ihrer Einwilligung auch ein Datentransfer in Drittstaaten verbunden sein, für die keine geeigneten Garantien vorliegen. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung .
Kreibich: Wahlergebnis ist "desaströs"
Florian Kreibich (ÖVP), der weit abgeschlagen hinter Dankl und Auinger landete, erklärte, das Wahlergebnis sei "desaströs". Er möchte nicht um den heißen Brei reden und das Wahlergebnis beschönigen. "Natürlich ist das etwas, über das ich mich nicht freue", so Kreibich. Er gratuliere den beiden anderen.
Dankl und Auinger bedanken sich für Unterstützung
Die beiden Sieger der heutigen Wahl, Kay-Michael Dankl von der KPÖ Plus und Bernhard Auinger von der SPÖ, bedankten sich im Schloss Mirabell für die Unterstützung. Dankl betonte, die heutige Wahl habe gezeigt, dass immer Menschen bereit seien, anders zu wählen, damit sich die Dinge bessern würden. Auinger bedankte sich auch bei den anderen Parteien für den Wahlkampf "ohne Untergriffe".
Preuner: "Am Kandidaten ist es nicht gelegen"
Der noch amtierende Salzburger Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP), der nicht mehr kandidierte, betonte gegenüber oe24.TV, dass das ÖVP-Desaster nicht am Kandidaten gelegen habe. Zudem handle es sich derzeit nur um einen Zwischenstand. Er sei zuversichtlich, dass es bei der ÖVP wieder bergauf gehen werde.
Auinger: "Ich bin topfit"
SPÖ-Spitzenkandidat Bernhard Auinger gegenüber oe24.TV, wie er die nächsten zwei Wochen bis zur Stichwahl verbringen werde. "Weiterlaufen, ich war heute Mittag im Fitnessstudio, ich bin topfit", scherzte Auinger.
Stichwahl in 14 Tagen
Eine Stichwahl zwischen KPÖ-Dankl und SPÖ-Auinger ist so gut wie fix. Diese findet in 14 Tagen am Palmsonntag statt.
Bürgermeisterwahl in Salzburg Stadt: Über 50 Prozent der Stimmen ausgezählt
Mittlerweile sind in der Bürgermeisterwahl in der Stadt Salzburg über 50 Prozent der Stimmen ausgezählt. Bernhard Auinger: Knapp 31 Prozent. Kay-Michael Dankl: Knapp 28.8 Prozent.
Aktueller Zwischenstand
Stadt Salzburg: Rot-rote Mehrheit im Gemeinderat
Knapp 60 Prozent der Stimmen sind in der Stadt Salzburg bei der Gemeinderatswahl ausgezählt. Derzeit ergibt sich mit 27.3 Prozent für die SPÖ und 20.7 Prozent für die KPÖ Plus eine rot-rote Mehrheit im Gemeinderat. Die grüne Bürgerliste kommt derzeit auf knapp 10.9 Prozent. Die NEOS auf knapp unter drei Prozent, die FPÖ auf 12.2 Prozent. Die ÖVP stürzt nach dem einmaligen Höhenflug vor fünf Jahren massiv ab, bleibt aber vor der FPÖ und der grünen Bürgerliste.
ÖVP verliert massiv in Stadt Salzburg
Die ÖVP, die bisher den Bürgermeister in der Stadt Salzburg stellte, verliert laut ersten Trends massiv. ÖVP-Kandidat Florian Kreibich kommt bei einem Auszählungsgrad von 31.8 Prozent auf lediglich 20.4 Prozent. Derzeit sieht es nach einer Stichwahl zwischen Bernhard Auinger (SPÖ, 31 Prozent) und Kay-Michael Dankl (KPÖ, 28.3 Prozent). Bei der Gemeinderatswahl erhielt die ÖVP bei einem Auszählungsgrad von knapp 50 Prozent 18.2 Prozent der Stimmen. Das entspricht einem Minus von fast 17 Prozent im Vergleich zur Vorwahl im Jahr 2019. Die KPÖ verzeichnet hingegen ein Plus von 20.6 Prozent und ist derzeit bei 24.8 Prozent.
Vorläufiges Wahlergebnis für 18.00 Uhr erwartet
Ein vorläufiges Wahlergebnis soll um 18.00 Uhr vorliegen, ein endgültiges bis 22.00 Uhr.
Knappe Führung bei Bürgermeisterwahl von SPÖ-Auinger
Bei einem Auszählungsgrad von 22.92 Prozent liegt der SPÖ-Kandidat Bernhard Auinger mit 30.26 Prozent knapp vor KPÖ-Kandidat Kay-Michael Dankl (28.6 Prozent) in der Stadt Salzburg. ÖVP-Kandidat Florian Kreibich liegt aktuell bei lediglich 20.65 Prozent.
Auinger führt vor Dankl
Bei einem Auszählungsgrad von 14 Prozent führt Bernhard Auinger vor Kay-Michael Dankl. Das heißt: Aktuell würde es zu einer Stichwahl zwischen SPÖ und KPÖ kommen.
Bundesland Salzburg
Gemeinderatswahlen im Bundesland Salzburg: ÖVP: 50.3 Prozent. SPÖ: 24.2 Prozent. FPÖ: 16.3 Prozent. Sonstige: 8.4 Prozent. Grüne: 0.8 Prozent. Die KPÖ liegt aktuell bei 0 Prozent, tritt aber auch nur in drei Gemeinden an. Heißt: Stimmen für die KPÖ sind hier noch nicht eingeflossen, da in den jeweiligen Gemeinden noch nicht ausgezählt wurde. Ebenso dürften die Grünen noch zulegen.
Uttendorf bleibt in SPÖ-Hand
Die SPÖ erhielt in der Pinzgauer Gemeinde Uttendorf knapp 45.5 Prozent der Stimmen. Dahinter landeten die ÖVP mit 34.7 Prozent und die FPÖ mit 18.8 Prozent.
Bisher 28 "schwarze" Gemeinden
Die ÖVP erhielt bisher in 28 Gemeinden die Mehrheit der Stimmen, die SPÖ in drei Gemeinden, sonstige Listen in vier Gemeinden.
SPÖ überholt ÖVP in Straßwalchen
Die SPÖ konnte im Vergleich zur Vorwahl 2019 um 10.1 Prozent auf 43.3 Prozent zulegen und landete somit vor der ÖVP (29.5 Prozent). Die FPÖ erhielt 13.8 Proeznt, die LIS kam auf 13.4 Prozent.
Bürgermeister: Knapper Sieg für FPÖ-Kandidat in Unternberg
Mit 50.9 Prozent konnte sich Andreas Fanninger (FPÖ) gegen Peter Sagmeister (ÖVP) in Unternberg durchsetzen. Sagmeister erhielt 49.1 Prozent der Stimmen.
Mehrheit für ÖVP in Radstadt
Mit 51.8 Prozent konnte die ÖVP in Radstadt die meisten Stimmen für sich gewinnen. Dahinter folgt die FPÖ mit 25.3 Prozent und die SPÖ mit 22.8 Prozent.
Neuer Bürgermeister in Piesendorf
In Piesendorf setzte sich Bernhard Auernigg (ÖVP) gegen Manfred Vorreiter (FPÖ) durch. Auernigg wird somit Langzeitbürgermeister Hans Warter ablösen.
ÖVP-Mehrheit in Kuchl
Auch in Kuchl konnte die ÖVP mit 58.2 Prozent die meisten Stimmen einfahren. Die SPÖ holte 26 Prozent, FPÖ rund 8.6 Prozent und die Grünen knapp 7.2 Prozent. Thomas Freylinger (ÖVP) wurde mit 68.1 Prozent erneut zum Bürgermeister gewählt.
Zederhaus hat gewählt
In Zederhaus entfielen etwas mehr als die Hälfte der Stimmen (53.4 Prozent) auf die ÖVP. Die FPÖ erhielt 46.6 Prozent. Thomas Kößler (ÖVP) wurde erneut zum Bürgermeister gewählt.
Aktueller Zwischenstand bei Gemeindevertretungen
Bürgermeister bisher mehrheitlich von der ÖVP
Die ÖVP stellt bisher 21 Bürgermeister, die SPÖ einen und sonstige Listen zwei. In drei Gemeinden wird es nach aktuellem Stand eine Stichwahl kommen.
Ergebnisse aus Kleinarl
In Kleinarl holte die ÖVP 55.4 Prozent, die SPÖ 24.8 Prozent und die FDK 19.8 Prozent. Wolfgang Viehhauser (ÖVP) bleibt mit 60.5 Prozent Bürgermeister.
Mauterndorf hat gewählt
Die ÖVP erhielt in Mauterndorf 54.9 Prozent der Stimmen, die FPÖ 27.8 Prozent und die SPÖ 17.3 Prozent. Bürgermeister bleibt Herbert Eßl (ÖVP) mit 72.9 Prozent.
Erster SPÖ-Bürgermeister steht fest
In Dienten am Hochkönig wurde Klaus Portenkirchner (SPÖ) mit 73.3 Prozent zum Bürgermeister gewählt. 46.8 Prozent entfielen in der Gemeindevertretung auf die SPÖ, 42.1 Prozent auf die ÖVP und 11.1 Prozent auf die FPÖ.
Ergebnis für Salzburg Stadt in Kürze
In der Landeshauptstadt soll zwischen 16.30 und 16.45 Uhr ein erster Trend vorliegen. Erwartet wird ein Dreikampf zwischen Kay-Michael Dankl (KPÖ) und den aktuellen Bürgermeister-Stellvertretern Florian Kreibich (ÖVP) und Bernhard Auinger (SPÖ). Der amtierende Stadtchef Harald Preuner (ÖVP) tritt nicht mehr an.
ÖVP auch in Ramingstein vorne
Auch in Ramingstein erhielt die ÖVP mit 44.9 Prozent die meisten Stimmen. SPÖ: 34.3 Prozent. FPÖ: 20.8 Prozent. Leonhard Kocher (ÖVP) bleibt mit 79.8 Prozent der Stimmen weiterhin Bürgermeister von Ramingstein.
Mariapfarr hat gewählt
In Mariapfarr entfielen 51.7 Prozent der Stimmen auf die ÖVP, 34.3 Prozent auf die SPÖ und 14 Prozent auf die Freiheitlichen. Bürgermeister bleibt Andreas Kaiser von der Volkspartei.
Ergebnisse aus St. Andrä
Auch in St. Andrä ist die ÖVP die stimmenstärkste Partei mit 44.7 Prozent. Die FPÖ erhielt 41 Prozent und die SPÖ knapp 14.3 Prozent. Bürgermeister bleibt Heinrich Perner (ÖVP) mit 82.9 Prozent.
15 von 119 Gemeinden ausgezählt
Die Karte mit den Wahlergebnissen färbt sich immer mehr. Bisher konnte die ÖVP in vielen kleineren Gemeinden die meisten Stimmen für sich verzeichnen.
Sankt Margarethen im Lungau hat gewählt
Hier erhielt die ÖVP 38.93 Prozent der Stimmen. LFM bekam 33.99 Prozent, die FPÖ erhielt 27.08 Prozent. Johann Lüftenegger (ÖVP) wurde mit 61.2 Prozent erneut zum Bürgermeister gewählt.
Stichwahl in Forstau
Martina Rettensteiner von der ÖVP erhielt 39 Prozent der Stimmen. Gregor Schwarz von der Liste Forstau kam auf 34.5 Prozent. Somit wird es zu einer Stichwahl kommen.
ÖVP dominiert in kleinen Gemeinden
Wie zu erwarten war, dominiert die ÖVP in den kleineren Gemeinden. Bisher gab es in zehn Orten eine Mehrheit für die Volkspartei, in einer für die SPÖ und in zwei für sonstige Listen.
Neu gegründete Liste Forstau überrascht
Die neu gegründete Liste Forstau holte in der gleichnamigen Gemeinde aus dem Stand heraus die meisten Stimmen (37.26 Prozent). Dahinter folgen die ÖVP (34.67 Prozent) und die FPÖ (28.07 Prozent). Die SPÖ trat in der Gemeinde nicht mehr an.
Wahlbeteiligung
Die Wahlbeteiligung in den kleineren Gemeinden liegt meist über 80 Prozent. Spitzenreiter ist aktuell Göriach mit 92.8 Prozent Wahlbeteiligung. In Fusch an der Großglocknerstraße gingen nur 67.6 Prozent zur Wahlurne.
Ergebnisse aus Hintersee
In Hintersee konnte die ÖVP 54.24 Prozent der Stimmen für sich gewinnen. Dahinter folgt die SPÖ mit 30.85 Prozent, die FPÖ erhielt 14.92 Prozent der Stimmen.
Großes Plus für SPÖ in Lessach
In Lessach holte die SPÖ 52.3 Prozent der Stimmen, was einem Plus von 33.6 Prozent im Vergleich zur Wahl 2019 entspricht. Dahinter landete die ÖVP mit 38.6 Prozent, die knapp 20 Prozentpunkte verlor. Die Freiheitlichen erhielten 9.1 Prozent der Stimmen. Der Bürgermeistern kommt aber dennoch von der ÖVP.
Weißbach bei Lofer
Auch in Weißbach bei Lofer holt die ÖVP die Mehrheit. ÖVP: 64.4 Prozent. SPÖ: 27.4 Prozent. FPÖ: 8.2 Prozent.
9 von 119 Gemeinden ausgezählt
Ergebnisse aus Untertauern
In Untertauern wurden die Stimmzettel ebenso bereits ausgezählt: 35.2 Prozent für die ÖVP, 26.7 Prozent für LH (Liste Habersatter), 24.1 Prozent für GFUO (Gemeinsames Forum Untertauern Obertauern) und 14.0 Prozent für die FPÖ.
Erste Ergebnisse liegen vor
In einigen kleineren Gemeinden haben die Wahllokale bereits geschlossen und die Stimmen wurden ausgezählt. In der Gemeinde Viehofen wählten demnach 67.5 Prozent die ÖVP, 32.5 Prozent die FPÖ. In Krimml bekam die ÖVP 57.7 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen, die SPÖ schaffte 42.3 Prozent. In Muhr wählten 54.2 Prozent schwarz, 28.6 Prozent die SPÖ und 17.2 Prozent die Freiheitlichen. Auch in Weißpirach konnte die ÖVP über die Hälfte der Stimmen für sich gewinnen. Die Volkspartei kam hier auf 58.4 Prozent der Stimmen, die FPÖ auf 41.6 Prozent.
Willkommen beim oe24-Liveticker zu den Salzburg-Wahlen
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden