Unterrichtsministerin Schmied

Vor SPÖ-Parteitag

Schmied: Gesamt-Schule ist Bedingung

Die SPÖ will die Einführung der Gesamtschule am Parteitag beschließen. 

Bis spätestens 2018 soll die Gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen verwirklicht werden. Dieses bildungspolitische Ziel sei unabdingbar in ein neues Regierungsprogramm für 2013-2018 aufzunehmen, heißt es im SPÖ-Leitantrag, der am Parteitag am 13. Oktober beschlossen werden soll.

Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) gibt sich zwar vorsichtig. Nach der Wahl werde man dann sehen, wer mit wem Regierungsverhandlungen führen könne – mit den Grünen wäre die Gesamtschule natürlich leichter zu haben als mit der ÖVP. Aber: „Die SPÖ hat sich klar positioniert.“

SP-Mayer: Forderung muss ins Regierungsprogramm
SPÖ-Bildungssprecher Elmar Mayer fordert ultimativ: „Die gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen muss in die neue Koalitionsvereinbarung mit hinein. Wenn der Parteitag das beschließt, muss es auch umgesetzt werden.“

Neue Pläne hat Schmied für die Lehrer-Ausbildung: Auch an den Unis, die für die Ausbildung der Lehrer an den höheren Schulen zuständig sind, soll es künftig Aufnahmeverfahren für Lehramts-Studenten geben. An den für die Pflichtschullehrer zuständigen Pädagogischen Hochschulen (PH) gibt es das bereits. Im 1. Semester soll festgestellt werden, ob man geeignet ist.

ÖSTERREICH: Ist die Gesamtschule jetzt Koalitionsbedingung?
Claudia Schmied:
Die SPÖ hat sich klar positioniert. Vorauszusagen, was man bei Verhandlungen durchsetzen kann, wäre aber spekulativ.

ÖSTERREICH: Worauf käme es denn an?
Schmied:
Ich denke, es kommt darauf an, wer mit wem verhandelt. Mit den Grünen wäre es leichter als mit der ÖVP.

ÖSTERREICH: Sie planen auch Aufnahmeverfahren für die Lehrerausbildung an den Unis?
Schmied:
Im 1. Semester soll festgestellt werden, ob man für den Beruf geeignet ist. An den Pädagogischen Hochschulen ist das bereits so, und es soll jetzt auch für Unis gelten.

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