Schulstart in Österreich: Wirbel um volle Klassen und Tests

Heute Prob(l)e(m)lauf

Schulstart in Österreich: So laufen die Tests am ersten Schultag ab

280.000 Kinder dürfen heute wieder in die Schule – mit Maske, Test und Abstand.

 

Heute heißt es für 280.000 Schüler in Wien und Niederösterreich: Zurück in die Klassen! Alle Volkschüler gehen in den Vollbetrieb, für Unter- und Oberstufe gilt Schichtbetrieb (je zwei Tage die Woche, Freitag ist für alle Home Schooling).

Ein Riesenprojekt für Lehrer und Eltern – denn ohne FFP2-Maske und Schnelltest darf niemand in die Klasse. Heute ist noch ein sogenannter Puffertag – wer sich nicht testen will oder keine Einverständniserklärung (bis 14 Jahre) von seinen Eltern hat, wird in eine Betreuungsklasse geschickt. Ab Dienstag muss jeder, der nicht getestet ist, wieder nach Hause.

Wirbel um volle Klassen und Tests vor Unterricht

Kein Wunder, dass die Nerven bei Eltern, Lehrern und auch Schülern blank liegen. Lehrer befürchten, dass die Tests viel Zeit rauben werden. Eltern beschweren sich, dass Volkschüler in vollen Klassen mit bis zu 25 Kindern sitzen. Und Oberstufen-Schüler müssen trotz Test FFP2-Masken tragen.

Dazu herrscht Unverständnis darüber, warum die Einverständniserklärungen nicht gleich per Brief sondern via Mail verschickt wurde. Da viele Eltern keinen Drucker zu Hause haben, werden heute einige Schüler ohne Erklärung kommen und in Betreuung müssen.

Wahrscheinlich war das Bildungsministerium mit der Verteilung der Vornasen-Tests an die Schulen beschäftigt. 6,3 Millionen Tests wurden ausgeliefert.

Virus

Immer noch fraglich ist, ob Schulen in Hotspot-Bezirken wie Tamsweg in Salzburg (340 Inzidienz) ab 15. Februar öffnen – aktuell haben noch 6 Bundesländer Semesterferien. Faßmann verweist in der ORF-Pressestunde auf die Behörden.

Faßmann: "Test & Maskenpflicht vereinheitlichen"

Die neue Verordnung für den Schulstart wirft viele Fragen auf – und laut Bildungsminister Heinz Faßmann auch Nachbesserungsbedarf. So müssen Lehrer nur einmal pro Woche zum Test, Volksschüler zwei Mal. Außerdem können Lehrer, die den Test verweigern, mit FFP2-Maske unterrichten, während Schüler ohne Test nicht in die Schule kommen dürfen – und Schüler über 14 müssen auch dann eine FFP2-Maske tragen, wenn sie getestet sind. „Wir dürfen hier nicht mit zweierlei Maß messen“, erklärte Faßmann in der ORF-Pressestunde. Er verhandle gerade mit dem Gesundheitsministerium, um die Verordnung entsprechend anzupassen.

Schulschließungen in einzelnen Bezirken mit zu hoher Sieben-Tages-Inzidenz lehnt er ab.



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