Stronach sagt Österreich "Goodbye"

Frank verkauft jetzt alles

Stronach sagt Österreich "Goodbye"

Nach dem „Polit-Aus“ zieht sich Frank Stronach (85) wirtschaftlich aus Österreich zurück.     

Konkret verkauft Stronach das zirka 200 Hektar große Magna Racino in Ebreichsdorf, den Wohnpark Aqualina in Oberwaltersdorf, Industrieanlagen sowie seine Kernölmühle („Franks Naturprodukte“) in der Steiermark: „Seine Familie hat kein Interesse an den Liegenschaften“, bestätigt Stronach-Anwalt Michael Krüger im ÖSTERREICH-Gespräch (siehe Interview links). Einen Zeitrahmen für den Verkauf gibt es nicht. Den Wohnpark Fontana in Ebreichsdorf behält er.


100 Millionen und Suche nach einem Großinvestor

Gesamtwert. Geschätzte 100 Millionen Euro sollen die Liegenschaften laut Wirtschaftsmagazin "trend" einbringen. Der Wohnpark Aqualina dürfte an Ex-Magna-Manager und Stronach-Freund Siegfried Wolf gehen. Wolf ist auch Besitzer des Stronach-Schlosses am Wörthersee in Kärnten sowie des Ex-Stronach-Golfclubs Fontana und des Schlosses Ebreichsdorf.

Die Kernölmühle dürfte schon verkauft sein. Wer allerdings das gewaltige Magna-Racino-Areal samt modernster Pferderennbahn und feudaler Eventlocation im Las-Vegas-Stil erstehen wird, ist noch völlig offen. Fest steht aber, dass es im Magna Racino noch bis November Pferde-Veranstaltungen geben wird, der umfangreiche Turnierplan ist fixiert.


Streitereien und Miss
erfolge im „Team“

Polit-Auftritt. Austro-Kanadier Stronach, der mit dem Autozulieferer Magna einen Weltkonzern aufbaute und zum Multimilliardär wurde, stieg 2012 in die österreichische Politik ein, gründete das Team „Stronach“. Das Polit-Engagement scheiterte nach internen Streitereien. Vier Jahre nach dem Start stieg erst Stronach aus. Inzwischen ist das „Team Stronach“ auch als Parlamentspartei Geschichte.


Stronach-Anwalt: "Seine Kinder haben keinen Bezug zu Österreich"

Michael Krüger, Stronach-Vertrauter und sein Anwalt, zu „ÖSTERREICH“ über den Stronach-Rückzug.

ÖSTERREICH: Frank Stronach will viele seiner Liegenschaften abstoßen – den Pferderennpark Magna Racino, den Wohnpark Aqualina, seine Kernöl-Produktion …

Michael Krüger: Das ist zutreffend, das kann ich so bestätigen. Seine Familie hat kein Interesse an diesen Liegenschaften, deshalb jetzt der wirtschaftliche Rückzug. Seine beiden Kinder haben schließlich kaum Kontakt zu Österreich.

ÖSTERREICH: Rund 100 Millionen sollen die Verkäufe bringen, bis wann werden die Deals abgeschlossen sein?

Krüger: Da gibt es keinen fixen Zeitpunkt, es besteht auch keineswegs Eile für den finalen Verkauf.

ÖSTERREICH: Der „trend“ berichtet, dass der Wohnpark Aqualina bereits an Ex-Stronach-Manager Siegfried Wolf abgegeben worden ist.

Krüger: Dazu will ich keinen Kommentar abgegeben.

ÖSTERREICH:
Wird auch Stronachs Privat-Refugium und der Wohnpark Fontana verkauft?

Krüger:
Nein.     

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