Umfrage: Rendi noch klar hinter Kurz

ÖVP weiter auf Platz 1

Umfrage: Rendi noch klar hinter Kurz

Die SPÖ bleibt mit Rendi-Wagner noch klar hinter der ÖVP, kann die FPÖ aber auf Distanz halten.

Wien. Die Ausgangssituation für die „Neue“ an der Spitze der SPÖ ist nicht ganz einfach: Kann Pamela Rendi-Wagner bei der nächsten Wahl Sebastian Kurz Konkurrenz machen?, wollten wir wissen. Und die aktuelle ÖSTERREICH-Umfrage (Research Affairs, 1.001 Interviews von 8.–14. November, max. Schwankungsbreite: 3,2 %) zeigt: Nur ein Drittel der Österreicher gibt ihr derzeit eine Chance: 33 % sagen: Ja, die SPÖ-Chefin kann dem Kanzler das Leben schwer machen (7 % sicher, 26 % eher ja). 45 % sagen: eher nein. Und 22 % sind überzeugt: ganz bestimmt nicht.

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Wen würden Sie Wählen? (Research Affairs, 1.001 Befragte,8.–14. November)

An Kanzler und ÖVP-Chef Sebastian Kurz kommt zur Zeit niemand vorbei:

  • Bei der Sonntagsfrage liegt die ÖVP weiter mit großem Vorsprung voran. Wäre bereits am heutigen Sonntag Wahl, könnte die ÖVP mit 34 % der Stimmen rechnen. Damit liegt die Kurz-Partei auch klar vor ihrem Wahlergebnis von Ende 2017.
  • Mit einem Respektabstand von neun Prozentpunkten liegt die SPÖ dahinter. Sie käme derzeit auf 25 % …
  • … und hält damit knapp Platz zwei vor der FPÖ, die gegenüber von vor zwei Wochen um einen Prozentpunkt auf 24 % fällt.
  • Bei den „Kleinen“ fällt auf, dass die Grünen Tritt fassen, nur mehr 1 % hinter den Neos liegen.

 

Polit-Barometer: Rendi im Minus

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Kleiner Rückschlag für SPÖ-Chefin Rendi-Wagner bei der traditionellen Politbarometer-Frage (Wer ist Ihnen positiv/negativ aufgefallen? Saldo als Ergebnis) fällt sie gleich um drei Prozentpunkte auf 12 % zurück. Erwartungsgemäß souverän an der Spitze Kanzler Kurz mit 38 %. Was auffällt: Zulegen kann in dieser Woche einzig und allein Grünen-Chef Werner Kogler. Auch mit JETZT der absolute Minus-Mann: Peter Pilz.

Mehrheit: Rendi-Wagner wird besser als Kern

Pamela Rendi-Wagner hat also noch einiges aufzuholen, aber zwei weitere Fragen zeigen, dass sie durchaus Potenzial hat:

  • Eine Mehrheit traut ihr immerhin zu, dass sie ihre Sache als Parteichefin besser machen wird als Vorgänger Christian Kern: 32 % sagen, sie wird eine bessere Parteichefin, 53 % glauben, sie wird gleich gut, nur 15 % denken, dass sie es schlechter machen wird.
  • Eine gewisse Autorität traut man Pamela Rendi-Wagner zu. Bei der Frage „Wer hat in der SPÖ wirklich das Sagen“ belegt sie mit 33 % Platz eins. Dahinter folgt mit dem Wiener Bürgermeister  Michael Ludwig der mächtigste rote „Landesfürst“ (28 %). Erst auf Platz drei mit 18 % Parteigeschäftsführer Thomas Drozda.

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Wichtig in SPÖ. Wer hat in der Partei wirklich das Sagen? Rendi-Wagner ist die Nummer eins, Wiens Bürgermeister Ludwig liegt knapp dahinter.

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Gefahr für Kurz? Kann Rendi Kanzler Kurz Konkurrenz machen? 33 % halten das für möglich.

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Besser als Kern? Macht’s Rendi-Wagner besser als Kern? 32 % sagen Ja.

 

EU-Wahl: VP tauscht Karas aus

Jahrelang war er Österreichs profiliertester EU-Parlamentarier und in der ÖVP die unumstrittene Nummer eins.

Kritik. Seit aber Türkis-Blau an der Macht ist, hat der Polit-Routinier immer wieder mit angriffigen Wortmeldungen gegenüber der Politik der Regierung aufhorchen lassen. Zuletzt mit seiner harten Kritik an der Nichtteilnahme Österreichs am Migrationspakt der UNO. 

Hinter den Kulissen gilt es als sicher, dass die ÖVP nicht mit Karas als Nummer eins in die EU-Wahl gehen wird. Derzeit ist die ÖVP auf der Suche nach einer geeigneten Frau in den Ländern. Die Lieblingskandidatin von ÖVP-Chef Sebastian Kurz, Staatssekretärin Karoline Edtstadler, hat vorerst abgewunken. Karas soll dafür EU-Kommissar werden.

Laut Umfrage würde die ÖVP die EU-Wahl mit Karas gewinnen.

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Umfrage zur EU-Wahl: Derzeit fürhrt die ÖVP (mit Karas!) hauchdünn vor der SPÖ.
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