Ramadan-Abend

Van der Bellen besucht Fastenbrechen im Schloss Cobenzl

Bundespräsident Alexander Van der Bellen nahm am Dienstag am interreligiösen Fastenbrechen der IGGÖ in Wien teil. Gemeinsam mit Bischöfen, dem Wiener Gemeinderabbiner und Botschaftern beging er den "Iftar" im Schloss Cobenzl. 

Die Islamische Glaubensgemeinschaft (IGGÖ) hat am Dienstag ihr traditionelles, interreligiöses Fastenbrechen im Wiener Schloss Cobenzl begangen. An dem "Iftar" nahmen neben Vertretern aller gesetzlich anerkannten Religionsgemeinschaften auch einige Botschafter und Bundespräsident Alexander Van der Bellen teil. IGGÖ-Präsident Ümit Vural nannte dessen Anwesenheit in seiner Ansprache ein "besonderes Zeichen der Anerkennung" und mehr als eine "protokollarische Geste."

Militärbischof Werner Freistetter, Bundespräsident Alexander Van der Bellen, IGGÖ-Präsident Ümit Vural, Rabbiner Schlomo Hofmeister und die evangelisch-lutherische Bischöfin Cornelia Richter beim interreligiösen Iftar der Islamischen Glaubensgemeinschaft.

Militärbischof Werner Freistetter, Bundespräsident Alexander Van der Bellen, IGGÖ-Präsident Ümit Vural, Rabbiner Schlomo Hofmeister und die evangelisch-lutherische Bischöfin Cornelia Richter beim interreligiösen Iftar der Islamischen Glaubensgemeinschaft.

© APA/GEORG HOCHMUTH

Nach dem Gebetsruf um genau 17.37 beendeten Vural und das Staatsoberhaupt den Fasttag mit der traditionellen Dattelzeremonie, mit der Muslime und Musliminnen weltweit während des Ramadans den "Moment feiern, in dem der Tag in den Abend übergeht", betonte Vural. Durch die Anwesenheit von Van der Bellen, aber auch der evangelischen Bischöfin Cornelia Richter, dem Wiener Gemeinderabbiner Schlomo Hofmeister sowie dem katholischen Militärbischof Werner Freistetter zeige man, dass die Islamische Glaubensgemeinschaft zur Vielfalt stehe.

Vural betont Wert der Verfassung - auch bei Kopftuchverbot

Vural betonte auch das Verbindende des Ramadans: "Wer zusammen ist, kann kein Fremder sein." Insbesondere in Zeiten der multiplen Krisen sei das wichtig im Kopf zu behalten. Er richtete aber auch mahnende Worte an die Politik: Das Kopftuchverbot für unter 14-jährige Mädchen, bei dem vor zwei Wochen die Aufklärungsphase begonnen hat, müsse jedenfalls auf seine Verfassungstauglichkeit geprüft werden, betonte Vural, der sich schon mehrfach gegen das Verbot ausgesprochen hatte.

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