Langes Warten auf Wahlergebnis

Briefwahlauszählung

Langes Warten auf Wahlergebnis

Wie schon bei der Bundespräsidentenwahl 2016 werden auch bei der Nationalratswahl im Oktober die Briefwahlstimmen eine entscheidende Rolle spielen. Das Rennen um Platz eins ist zwar so gut wie gelaufen – ÖVP-Chef Sebastian Kurz führt laut aktueller Research-Affairs-Umfrage für ÖSTERREICH mit 8 Prozentpunkten vor der FPÖ.

Allen drei Kleinparteien droht Rauswurf aus Parlament

Doch der Kampf um Platz zwei und Platz drei ist äußerst knapp. Die SPÖ liegt gerade einen Punkt hinter der FPÖ. Und auch am anderen Ende des Feldes liegen alle Kopf an Kopf: Grüne, Neos und Pilz erreichen 5 Prozent. Die Hürde für den Einzug liegt bei vier Prozent. Alle drei Kleinparteien könnten also scheitern, es können aber auch alle drei ins Parlament einziehen.

Endergebnis kommt erst Donnerstag nach Wahl

Wer Zweiter wird und wie viele Parteien in der nächsten Legislaturperiode überhaupt im Parlament vertreten sein werden, wissen wir voraussichtlich noch nicht am Wahltag. Denn die Briefwahlstimmen, die die eine oder andere Partei noch um den entscheidenden Prozentpunkt hinauf- oder hinunterbringen können, werden erst ab Montag ausgezählt. Geht es besonders knapp zu, kennen wir die Sitzverteilung im künftigen Parlament auch da noch nicht.

Denn bei der Nationalratswahl dauert die Auszählung der Briefwahlstimmen bis Donnerstag. Grund: Jene Wahlkarten, die erst am Wahltag in einem „fremden“ Wahlkreis abgegeben wurden, werden erst am Donnerstag ausgezählt. Die Wahlkarten können nämlich in allen Wahllokalen Österreichs abgegeben werden, müssen aber in dem Wahlkreis ausgezählt werden, in dem der Wähler wohnt. Denn danach werden die Mandate vergeben.

Mehrheiten hängen von Zahl der Parteien ab

So kann es tatsächlich bis zu vier Tage nach der Wahl dauern, bis wir wissen, ob Rot oder Blau auf Platz 2 liegt und wie viele Parteien im Parlament sind. Denn zu den extrem knappen Umfragen kommt noch hinzu, dass immer mehr Österreicher per Briefwahl wählen.

Auch koalitionstaktische Spiele könnten sich verzögen: Denn von der Anzahl der Parteien im Parlament hängt auch ab, welche Mehrheiten – etwa Rot-Blau – sich ausgehen. Denn je weniger Parteien, umso „einfacher“ ist die Mehrheit erreicht.

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