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Bewerbung

Wien bewirbt sich um Sitz des EU-Elite-Instituts

Österreich wird sich um den Sitz der Zentrale des geplanten europäischen Forschungs- und Ausbildungsnetzwerkes (EIT) bewerben.

"Ich habe in meiner Wortmeldung das Interesse Wiens am Sitz dieses Europäischen Technologieinstituts angemeldet", sagte Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) in einer Pressekonferenz nach dem Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs in Lahti.

Mitbewerber Polen und Ungarn
Auch Polen und Ungarn sind laut Schüssel unter den Interessenten. "Ich denke aber, dass wir hier auch durchaus Einiges anzubieten haben", gab sich Schüssel optimistisch. Weitere Entscheidungen sollen laut Schüssel beim März-Gipfel unter deutscher EU-Präsidentschaft fallen.

Kleines Institut
Die Kommission schlug ein kleines Institut mit etwa 60 Mitarbeitern und einem Verwaltungsrat vor, das Spitzenforscher und Unternehmen zusammenbringen soll. Die Kommission geht von einem Budget von 2,4 Milliarden Euro für die Jahre 2008 bis 2013 aus. Dieses Geld soll teilweise von der Privatwirtschaft aufgebracht werden.

Schwerpunkt auf die Klimaforschung
Das EIT soll ein Symbol für eine ehrgeizigere EU-Forschungspolitik sein und einen Schwerpunkt auf die Klimaforschung legen. Die EU gibt gemessen an der Wirtschaftsleistung derzeit deutlich weniger für Forschung aus als etwa die USA und Japan. Noch Ende Dezember hatte das Wirtschaftsministerium den EIT-Plänen im EU-Ministerrat eine Absage erteilt.

Ursprüngliche Pläne zurückgenommen
EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso ortete jedenfalls "grünes Licht" und "starke Unterstützung" für sein "Flaggschiff". Viele europäische Staaten und Unternehmen hätten sich neben der Kommission zu einer Finanzierung des EIT bereit erklärt. Die ursprünglichen Pläne für eine europäische Elite-Uni waren nach Kritik aus einigen Mitgliedstaaten zurückgenommen worden.



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