Neue Regeln ab Montag
Wien, Linz, Graz und Kufstein auf Gelb: Maskenpflicht in allen Shops
Mit dem Start der Corona-Ampel am Freitag sind bereits vier Regionen in Österreich auf gelb geschaltet. Betroffen von "gelb" - das bedeutet mittleres Risiko - sind der Bezirk Kufstein sowie die Städte Wien, Linz und Graz. Alle anderen Bezirke blieben auf grün, wie bei einer Pressekonferenz der Regierung in Wien bekannt gegeben wurde.
Das System operiert mit den Farben Grün (niedriges Risiko), Gelb (mittleres), Orange (hohes) und Rot (sehr hohes Risiko). Das sei ein guter Überblick für die Bevölkerung über die regionale Entwicklung, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP). Bei "gelb" - so wie es jetzt in vier Regionen der Fall ist - gebe es eine Verschärfung der Maskenpflicht im Handel, in der Gastronomie sowie bei Veranstaltungen, sagte Kurz. Bei "orange" und "rot" seien die Maßnahmen von ausgeprägterer Form. Alle Informationen werden über https://corona-ampel.gv.at/ veröffentlicht.
Statement von Sebastian Kurz
© OE24
In Zukunft werde es wöchentlich einen Überblick über die regionale Entwicklung gebe, sagte Kurz, "auch häufiger, wenn Gefahr im Verzug" ist. Die umfassende rechtliche Verankerung der Ampel wird erst Ende September erfolgen, dazu ist die Novellierung des Epidemiegesetzes und des Covid-19-Maßnahmengesetzes notwendig.
Ausweitung Mund-Nasen-Schutz bei "gelb"
Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) kündigte für die "gelben" Regionen eine Verschärfung der Maskenpflicht nicht nur im Handel, in der Gastronomie sowie bei Veranstaltungen, sondern auch im schulischen Bereich an. Das ist nun in Wien, Linz, Graz und im Bezirk Kufstein der Fall. Um 10.15 Uhr wurde die Ampel auf https://corona-ampel.gv.at/ online gestellt.
"'Grün' ist kein Freibrief", warnte Anschober. "Wir müssen weiterhin achtsam sein", es seien weiterhin die Basismaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen und Abstand halten umzusetzen. "Gelb" bedeute ein mittleres Risiko, "ist aber kein Grund für Dramatik und Vorwürfe an Behörden." Die Städte hätten es derzeit einfach schwerer. Die Ampel sei nichts Statisches, da gebe es Dynamik nach oben und unten. So seien derzeit sechs Regionen über Wert, aber wurden von der Experten der Corona-Kommission noch nicht als "gelb" eingestuft.
Wien, Linz, Graz & Kufstein gelb
© OE24
In den vergangenen 24 Stunden wurden 357 Covid-19-Neuerkrankungen registriert, 342 sind in dieser Zeit wieder genesen. Von Donnerstag auf Freitag wurden 14.232 Tests durchgeführt. Die positiven Fälle sind meist durch Reisen assoziiert.
Gelb bringt erweiterte Maskenpflicht
Wien, Linz, Graz und der Tiroler Bezirk Kufstein sind jene Regionen, die mit der Premiere der Corona-Ampel auf Gelb ("mittleres Risiko") geschaltet wurden. Auf der Homepage (https://corona-ampel.gv.at/) sind alle Maßnahmen nachzulesen, die mit den Ampelfarben verbunden sind. Für die Schule, die im Osten am Montag startet, bedeutet Gelb "Normalbetrieb mit verstärkten Hygienevorkehrungen".
Diese umfassen verpflichtendes Tragen von MNS im Eingangsbereich für Eltern und Betreuer sowie für alle außerhalb der Klasse, Sportangebote vorwiegend outdoor sowie Singen entweder im Freien oder mit Maske, Durchlüften sowie ein Reinigungs- und Raumkonzept für Gruppen. Wo pädagogisch sinnvoll und organisatorisch möglich, sollten Aktivitäten ins Freie verlagert werden.
Voraussichtlich ab 1. Oktober gelten laut der Homepage, sobald die Ampel von Grün auf Gelb schaltet, für Veranstaltungen mit zugewiesenen Sitzplätzen in geschlossenen Räumen (Oper, Theater, Sportstätten, Kongresszentren) eine Personenobergrenze bis 2.500 Menschen und Maskenpflicht auch am Sitzplatz sowie für Personal mit Besucherkontakt. Indoor-Veranstaltungen ohne Sitzplätze sind dann mit 100 Personen begrenzt, Mund-Nasen-Schutz auch hier. Für Veranstaltungen mit zugewiesenen Sitzplätzen im Freien ist eine Obergrenze von 5.000 Besuchern vorgesehen und Maskenpflicht außer am fixen Sitzplatz; ohne Sitzplatzzuteilung sind es maximal 100 Besucher.
Als weiteren MNS-Geltungsbereich bei Gelb führt die Homepage die Gastronomie an, nämlich für Personal im Service - mit dem Zusatz "gilt voraussichtlich ab 11. September 2020". Die Sperrstunde ist weiterhin mit 1.00 Uhr angegeben, und es gibt eine Empfehlung zur Kontaktdatenerhebung. Ebenfalls ab vermutlich 11. September dürfte für Besucher von Kundenbereichen von Indoor-Betriebsstätten (mit Ausnahme der Gastronomie) beim Betreten Maskenpflicht gelten.
Gelb bedeutet ferner - wie schon derzeit auch bei Grün - u.a. die Empfehlung zum Mindestabstand - ein Meter zu haushaltsfremden Personen "oder andere geeignete Schutzmaßnahmen". Mund-Nasen-Schutz (MNS) zu tragen gilt es in öffentlichen Verkehrsmitteln, im Lebensmitteleinzelhandel, in Tankstellen-Shops, Banken, bei Post und Postpartnern; weiters für Betreiber und Mitarbeiter von Geschäften und Betrieben, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, keine andere geeignete Schutzvorrichtung zur räumlichen Trennung vorhanden ist und ein direkter, längerer Kontakt besteht (Friseursalon, Massagestudio, Nagelstudio); und beim Betreten von Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialbereichs, in Apotheken, Pflegeheimen, Kranken- und Kuranstalten, Arztpraxen und Ordinationen sowie beim Kontakt mit Risikogruppen. Ausnahmen gibt es aus gesundheitlichen Grünen und für Kinder und sechs Jahren.
oe24 berichtet LIVE
+++ LIVE-Ticker +++
Damit ist die Pressekonferenz zu Ende
Anschober: "Sind sehr weit von Orange weg"
Die Lage in den betroffenen Bezirken sei stabil, so Minister Anschober. Man sei "weit weg von Orange."
Kein Lockdown bei Rot
Kanzler Kurz betont, dass es auch bei rot keinen totalen Lockdon gibt. Die Maßnahmen seien aber bereits sehr tiefgreifend.
Covid-Maßnahmengesetz
Weitere Maßnahmen benötigen zuerst eine rechtliche Grundlage, so Anschober. Nur die Ausweitung des Mund-Nasen-Schutzes sei jetzt schon möglich.
Fußball-Bundesliga
Noch ist unklar, wie viele Fans in die Stadien dürfen, wenn die betroffene Stadt gelb geschaltet ist. Aktuell gilt die Obergrenze von 10.000 Besucher.
Verschärfungen bereits ab Montag
Die erweiterte Maskenpflicht gilt bereits ab Montag.
Veranstaltungen noch nicht betroffen
Hier gebe es eine Übergangsphase bzw. müsse dies zuerst rechtlich geklärt werden.
Gefähhrdete Bezrike
Anshcober betont, dass auch die Lage in Innsbruck, Wels, Eisenstadt-Umgebung, Wr. Neustadt und Steyr angespannt ist. Hier entscheide man sich aber noch auf grün.
Jetzt werden Fragen gestellt
Infizierte sind vorwiegend jung
Der Großteil der Infizierten ist derzeit unter 60 Jahre alt, so Schmid. Als Folge müssen auch weniger Personen im Spital behandelt werden. Wichtig sei auch, wie viele Personen sich im Urlaub angesteckt haben.
Daniela Schmid von der Corona-Kommission übernimmt
Die Experten schildert die Arbeit der Kommission. Die Ampel soll das Risiko einstufen und transparent sein.
Grenzkontrollen
Nehammer betont, dass es die Arbeit der Polizei benötigt, um auch Sicherheit an der Grenze (Sprichwort illegale Migration) sicherzustellen.
Innenminister Nehammer übernimmt
"Die Corona-Ampel soll Klarheit bringen und Sicherheit schaffen", so Nehammer.
Dynamischer Entwicklungsprozess
Man wolle Kriterien in den nächsten Wochen weiterentwickeln. Anschober nennt dabei etwa den Pendlerverkehr
Ausweitung der Maskenpflicht
In den betroffenen Bezirken soll eine Maskenpflicht im Handel und bei der Gastronomie (für Kellner) gelten. In den Schulen muss man auf den Gängen ebenfalls eine Maske tragen.
"Gelb bedeutet mittleres Risiko"
Es bestehe aber keinen Grund für Panik. Städte seien derzeit besonders betroffen, betont Anschober. Sechs weiteer Regionen "blinken ein wenig gelb", erklärt der Minister. Hier habe man sich aber noch auf Grün entschieden.
"Grün bedeutet kein Freibrief"
Grün bedeute nicht, dass alles in Ordnung sei, so Anschober. Auch hier müsse man vorsichtig und aufmerksam sein.
Prävention zentrale Aufgabe
Die Prävention sei die zentrale Aufgabe der Ampel, so der Minister weiter.
19 Personen in der Kommission
Anschober berichtet, wie die Kommission arbeitet. Betroffene Bezirke werden anhand von vier Kriterien analysiert. Diese sind die Fälle in den letzten 7 Tagen, die Anzahl der Tests, welche Cluster es gibt und wie die Kapazitäten in den Krankenhäusern sind.
corona-ampel.gv.at
Auf dieser Homepage findet man in Zukunft die Ampel und alle damit verbundenen Fragen.
Zeitgerechter Start der Ampel
Die Corona-Ampel soll eine Hilfe darstellen, gut durch die kalte Jahreszeit zu kommen.
Kaum Todesfälle
Die Zahl der Todesfälle bzw. der Patienten auf Intensivstationen sei sehr stabil, so Anschober.
357 Neuinfektionen in Österreich
Binnen 24 Stunden gab es erneut mehr als 300 Neuinfektionen. Anschober weist dabei auch darauf hin, dass man mehr teste und deshalb auch die Zahlen steigen.
Internationale Situation
Anschober berichtet wie gewohnt über die Lage in Europa. Besonders dramatisch sei die Lage derzeit in Spanien oder Frankreich.
Minister Anschober am Wort
"Herbst ist die Zeit, wo es riskanter wird", so der Gesundheitsminister. Bisher sei man in Österreich sehr gut durch die Krise gekommen.
"Gut für den Herbst gerüstet"
"Wir haben es bisher in Österreich gut geschafft, durch die Krise zu kommen", so Kogler weiter.
Angebot an die Bundesländer
"Das Ganze wird umso besser funktionieren, wenn die Geschwindigkeit passt". Bisher gebe es laut Kogler noch teilweise große Unterschiede was Tests etc. betrifft. Der Bund will zusätzliche Ressourcen zur Verfügung stellen, um die regionalen Behörden zu unterstützen.
Mehrere Faktoren spielen eine Rolle
Kogler schildert, dass mehrere Indikatoren bei der Ampel eine Rolle spielen und man dadurch regional reagieren kann.
Vizekanzler Kogler übernimmt
"Es wird ein sportlicher Herbst. Wer ist schneller: Das Virus oder wir", so der Grünen-Chef.
Licht am Ende des Tunnels
Es gibt Hoffnung in der Forschung, so der Kanzler. Gleichzeitig erwartet man steigende Zahlen im Herbst und Winter.
Verschärfungen bei der Maskenpflicht
Bei Gelb gilt eine Maskenpflicht in den Shops und auch für Kellner in Restaurants.
Wien, Graz, Linz und Kufstein werden auf Gelb geschaltet
Kurz bestätigt, dass vier Bezirke gelb sind.
"So viel Einschränkung wie notwendig"
Man werde wöchentlich einen Überblick geben und die Corona-Ampel adaptieren.
Maßnahmen auf regionaler Ebene
"Die Ampel ist eine Möglichkeit für die Bevölkerung, einen guten Überblick zu haben."
Kanzler Kurz beginnt
"Wir präsentieren Ihnen heute zum ersten Mal die Corona-Ampel", so der Kanzler.
Jetzt geht es los!
Die Pressekonferenz beginnt.
In wenigen Minuten geht's los
Die Pressekonferenz verzögert sich im einige Minuten.
Geleaked: Das erste bild der Corona-ampel
Wie bereits gestern berichtet, werden Wien, Graz, Linz und Kufstein auf Gelb geschaltet.
Strengere Kontrollen
Als dritter Punkt soll auch der Sicherheitsabstand wieder strenger durch die Polizei kontrolliert werden.
Gästelimit bei Veranstaltungen
Zudem soll auch das Gästelimit bei Veranstaltungen reduziert werden. Die Teilnehmerzahlen bei Veranstaltungen, die eben erst erhöht wurden (auf 5.000 Personen indoor und 10.000 outdoor), müssten bei Gelb wieder zurückgefahren werden. Heißt beispielsweise: keine Rapid-Spiele mit 10.000 Fans.
Maskenpflicht in allen Geschäften
oe24 erfuhr aus Regierungskreisen: In gelben Bezirken kommt Maskenpflicht in allen Geschäften
Vier Bezirke sind gelb
Wien, Graz, Linz und Kufstein werden gleich zu Beginn der Ampel auf Gelb geschaltet. Das bedeutet verschärfte Corona-Regeln.
Herzlich Willkommen zum Liveticker
Um 9:30 treten Kanzler Kurz, Vizekanzler Kogler sowie die Minister Anschober und Nehammer vor die Presse. oe24 berichtet LIVE.
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