Niki Fellner mit oe24 redaktion

Das sagt Österreich

Kann Kurz die Absolute schaffen?

Ein Kommentar von ÖSTERREICH- & oe24-Chefredakteur Niki Fellner.

Die neue ÖSTERREICH-Umfrage ist eine politische Bombe: Die ÖVP erreicht mit 45 % einen neuen Bestwert. In den letzten vier Jahrzehnten gab es in Österreich keine Partei, die so stark war (selbst Schüssel lag mit der ÖVP zu Bestzeiten „nur“ bei 42 %). Sebastian Kurz marschiert derzeit schnurstracks Richtung Absolute – bei einer Kanzlerdirektwahl hätte er sie mit 52 % schon. Das hat mehrere Gründe:
  • Der Kanzler macht (gerade auch im Europa-Vergleich) einen höchst professionellen Job als Krisenmanager. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern gibt es bei uns einen klaren Plan – vom Shutdown bis hin zur Wiedereröffnung von Geschäften, Lokalen und Schulen.
  • Die Mehrheit der Österreicher (80 %!) steht hinter dem Kurs der Regierung. Und der wird derzeit primär mit Kurz assoziiert. Die Grünen liegen zwar für ihre Verhältnisse bei starken 19 %, mehr ist für sie derzeit aber wohl nicht drinnen.
  • Die Opposition kommt – mit Ausnahme des beherzten Auftritts der Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger im Parlament – überhaupt nicht vor. SPÖ und FPÖ gehen gegen den Kommunikations-Turbo Kurz komplett unter.
Die Umfragewerte sind dennoch wackelig: Denn unserer Wirtschaft droht laut Prognosen der Corona-Crash. Der Kanzler muss das jetzt mit aller Kraft (und allem Geld) vermeiden. Wenn ihm das gelingt, dann ist sogar die Ab­solute drinnen. Wenn nicht, dann kann es in den Umfragen ganz schnell wieder in die andere Richtung gehen.


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