Wiens Corona-Sheriff reitet gegen Ungeimpfte

DAS SAGT ÖSTERREICH

Wiens Corona-Sheriff reitet gegen Ungeimpfte

Ein Kommentar von ÖSTERREICH-Herausgeber Wolfgang Fellner.  

Wiens Bürgermeister wird wieder zum Corona-Sheriff und verschärft die Maßnahmen:

  • Auf jedes größere Event mit über 500 Besuchern -vom Rapid-Spiel bis zum Opernball -darf man künftig nur mehr als Geimpfter (oder gerade Genesener). Das wird für alle Ungeimpften extrem bitter
  • Noch härter: In die Gastro darf man künftig in Wien nur noch als Geimpfter oder mit einem PCR-Test. Eine kurzfristige Entscheidung für einen Restaurantbesuch ist (bei mehreren Stunden Wartezeit) für Ungeimpfte nicht mehr möglich.

Michael Ludwig will damit seine Wiener mit brutal-sanftem Druck zum Impfen zwingen -so wie es Mario Draghi gerade mit viel Erfolg in Italien macht. Motto: Gehst du nicht freiwillig impfen, dann zwingen wir dich mit Gewalt. Denn vor die Alternative gestellt, ein Leben ohne Rapid, ohne Rockkonzerte, ohne Ballsaison oder gar ohne Wirt zu führen, wird sich die Mehrheit für den kleinen Stich entscheiden.

Wiens Corona-Sheriff sollte seinen brutalen Worten jetzt aber auch eine wirklich große Impfoffensive folgen lassen: Denn bei den Vollimmunisierten hinkt Wien mit weniger als 60 %weit hinterher, bei den Neuinfizierten liegt es dafür mit großem Abstand an der Spitze -trotz aller harten Worte.

So gut es ist, dass Ludwig klare Ansagen macht: Die Coronakrise bekämpft man nicht mit harten Worten, sondern mit einem wirklich großen, kreativen, vor allem bürgernahen Impfangebot.

Übrigens: Wie immer, wenn Ludwig harte Ansagen macht, sinken die Neuinfektionen (so wie gestern) schon im Vorhinein. Vielleicht haben sich unsere Virologen mit ihrer Ankündigung von 10.000 Neuinfektionen pro Tag bei der 4. Welle ja wieder mal kräftig verrechnet. Und Michael Ludwig ganz umsonst so panisch gemacht  



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