Stier: Flucht vor Fleischer

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Stier: Flucht vor Fleischer

Stier Bruno nahm Reißaus bei Ankunft am Schlachthof.

Hellste Aufregung herrscht seit drei Wochen im Murtal: Ochse Bruno wurde zum Fertigmästen und anschließenden Schlachten nach Apfelberg gebracht. Kurz nach der Ankunft büxte das verängstigte Tier aus. Der einjährige Ochse legte in den vergangenen Wochen bereits eine weite Reise zurück: Er schwamm drei Mal durch die Mur und spazierte am Seckauer Kloster vorbei, danach ging es in den anliegenden Wald, wo er ausreichend Futter und Wasser findet und in dem er sich seitdem untertags versteckt. In der Nacht marschierte der 500 Kilogramm schwere Stier öfters durch die Ortschaften Gaal und Seckau und hinterließ einige Spuren an Gartenzäunen.

Ochse Bruno sollte zuerst mit einem Narkosegewehr überwältigt werden. Da er sich tagsüber im Wald versteckt, ist der kluge Ausreißer aber schwer zu finden. Laut Tierarzt Wolfgang Spadiut „ist es wenig sinnvoll, in der Dunkelheit mit einem Betäubungsgewehr zu schießen, da das Mittel erst nach fünf Minuten wirkt und Bruno bis dahin über alle Berge wäre“. Weil der Ochse schon einen Autolenker angreifen wollte, ist Bruno für Jäger jetzt zum Abschuss freigegeben worden.

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