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Staats-Affäre

Streit um Swarovskis Luxus-Reise: Jetzt spricht der Kanzler

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Nächstes Kapitel in der Debatte um Reise von Swarovski und Mateschitz mit Privat-Flieger und Jacht.

Vom Parlament bis zum Stammtisch, dieses Thema wird seit Tagen heftig diskutiert. Die Staatsaffäre: Victoria Swarovski wurde zu ihrem 30er von ihrer neuen Flamme Red-Bull-Erbe Mark Mateschitz auf eine exklusive Reise eingeladen – Privat-Flieger und Jacht inklusive. Seitdem tobt der Streit: Ist diese Reise noch zeitgemäß? Stichwort: CO2-Ausstoß, Teuerungswelle und ungerechte Vermögensverteilung.

"Neiddebatte führt zu keiner Lösung"

Jetzt mischt auch der Kanzler mit. Im oe24-Sommergespräch kontert Karl Nehammer (ÖVP) den Kritikern dieser Reise: „Was mich daran stört ist, dass eine Neiddebatte noch nie zu einer Lösung beigetragen hat. Der Klimawandel ist so weltweit nicht in den Griff zu bekommen und zu verlangsamen. Wir müssen uns einmal durchringen zu bekennen: Umweltschutz ist regional und national, Klimaschutzpolitik ist international. Denn das Klima ist ja global und nicht national. Wir müssen da ein stückweit Vernunft in die Diskussion bringen. Und durch Neiddebatten kann ich weder den Klimawandel beeinflussen noch schaffe ich es, dass sozial schwache Gruppen in der Gesellschaft deswegen bessergestellt sind.“

Die Debatte begann vorige Woche, als SPÖ-Vizeklubchefin Julia Herr twitterte: "Der CO2-Ausstoß der Reichen ist zigfach höher … ein Urlaub stößt wahrscheinlich mehr CO2 aus als andere im ganzen Jahr. Klimaschutz ist eine soziale Frage."

"In Österreich erbärmliche Tradition"

Danach meldeten sich Politiker fast aller Lager und auch Unternehmer. Rückendeckung kam etwa von Verleger Christian Mucha: "Das Kokettieren, das Spielen mit den niedersten Instinkten hat in Österreich seit ewig eine erbärmliche Tradition."
  

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