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Heimat, Jobs, Infrastruktur: Die Gemeinde als wichtige Konjunktur-Lokomotive

Ob Kindergarten, Straße oder Wasserversorgung: Gemeinden investieren dort, wo Wertschöpfung sofort wirkt – regional, arbeitsplatzwirksam und konjunkturstabilisierend. 

Gemeinden sind die unterschätzten Investitionsmotoren in Österreich. Während in Wien oft lange diskutiert wird, wird vor Ort gebaut, saniert und verbessert – dort, wo man’s im Alltag sofort merkt: Kindergarten, Schule, Feuerwehrhaus, Wasserleitung, Straßen, Ortskern, Energieprojekte. Und das ist nicht nur „schön für die Gemeinde“. Das ist Konjunkturpolitik zum Anfassen. Denn wenn eine Gemeinde investiert, landet das Geld nicht in irgendeinem abstrakten Topf – es geht an Baufirmen, Installateure, Elektriker, Planer. Es sichert Jobs, hält Lehrstellen in der Region und stärkt Betriebe, die wiederum – idealerweise – bei regionalen Zulieferern einkaufen. So bleibt Wertschöpfung dort, wo die Menschen leben.

Milliarden für die Heimat

Die Zahlen zeigen es schwarz auf weiß: die Gemeinden investieren jedes Jahr Milliarden in die Heimat. 2023 haben die Gemeinden ohne Wien etwa 3,4 Milliarden Euro investiert. Ein großer Teil der öffentlichen Bau- und Infrastrukturleistung entsteht direkt vor Ort. Deswegen sind die Gemeinden auch die wichtigsten lokalen Konjunktur-Lokomotiven. Gerade auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten.

Besonders stark ist die Wirkung dort, wo Gemeinden investieren, bevor etwas kaputtgeht: in Kindergärten, Schulen, Wasserleitung, Energie oder Ortskerne. Das sind Projekte, die nicht nur Lebensqualität sichern, sondern Betriebe aus der Region auslasten – vom kleinen Handwerker bis zum größeren Bauunternehmen. Und jeder Auftrag hält Einkommen und Kaufkraft im Ort.

Der letzte Gemeindeinvestitionsbericht zeigte deutlich: Trotz herausfordernden finanziellen Rahmenbedingungen haben die Gemeinden im Jahr 2024 in die Heimat investiert – mit Schwerpunkten wie Bildung (1,53 Mrd. Euro), Straßen/Plätze (681 Mio.) sowie Wasser/Abwasser (680 Mio.). Dazu kommt mehr Resilienz: 452 Mio. Euro für Katastrophen- und Naturschutz, etwa Hochwasserschutz und Feuerwehr.

Direktvergabe als praktisches Werkzeug

Gerade bei den vielen kleinen und auch größeren Aufträgen haben die Gemeinden ein praktikables Werkzeug: die Direktvergabe. Gemeinden dürfen Leistungen bis zu bestimmten Wertgrenzen direkt vergeben. Aber auch hier gilt: nicht nach Bauchgefühl, sondern nach klaren Regeln: mehrere Vergleichsangebote einholen, Preis und Leistung nachvollziehbar prüfen, Entscheidung sauber begründen und alles dokumentieren. Die Beschlüsse fallen dann im Gemeindevorstand (Stadtrat) oder im Gemeinderat. Gemeindebund-Präsident Johannes Pressl: „Die Gemeinden sind für die regionale Wirtschaft die wichtigsten öffentlichen Investoren. Unsere Aufträge sichern – gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten - regionale Wertschöpfung und zigtausende Arbeitsplätze. Und auf diese vielen kleinen und auch größeren Investitionen bauen Betriebe und zigtausende Beschäftigte in Österreich jeden Tag. Klar ist: Wer regionale Betriebe stärkt, stärkt auch das Gemeindeleben: Vereine, Nahversorgung, Zusammenhalt.“

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