Homesharing und Co.

Neue Regeln für Airbnb in Wien

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Wien hat vor kurzem die Bauordnungsnovelle 2023 beschlossen. Unter anderem wird darin die Wohnraumnutzung in der Bundeshauptstadt neu reguliert.

Letztes Jahr hat Wien rund 3.8 Mio. Nächtigungen in Ferienwohnungen und im Bereich Homesharing verzeichnet. Ab sofort (Dez 2023) ändert sich für Plattformen wie Airbnb aber einiges: denn durch das neue Wiener Gesetz dürfen Wohnungen hier nur mehr maximal 90 Tage pro Jahr angeboten werden, sofern der Vermieter seinen Hauptwohnsitz dort gemeldet hat. Damit will Wien den Wohnungsmarkt schützen.

Mit dem Beschluss der Bauordnungsnovelle 2023 ist Kurzzeitvermietung für alle Wiener:innen nun generell eingeschränkt. Das Homesharing der eigenen, selbst bewohnten Wohnung bleibt aber möglich. Die neuen Regeln in Wien kommen fast zeitgleich mit der Einigung auf neue europaweite Regeln in Brüssel. Airbnb sagt dazu, man begrüße grundsätzlich Regulierungen, die Transparenz in der Kurzzeitvermietung schaffen und verantwortungsvollen Tourismus fördern.

„Wir möchten Teil der Lösung sein und begrüßen grundsätzlich gesetzliche Regeln, die für alle Seiten Klarheit und Transparenz in der Kurzzeitvermietung und im Homesharing – also dem gelegentlichen Vermieten der eigenen Wohnung – schaffen“, sagt Ellen Madeker, Head of Public Policy für DACH und CEE. „In Wien möchten wir mit der Stadt zusammenarbeiten, um die neuen Regeln der Bauordnung sowie effektiven Wohnraumschutz zu unterstützen. Wir freuen uns in ganz Österreich auf eine gute Zusammenarbeit mit den Behörden im Zuge der neuen EU-Regeln, deren Verabschiedung aller Erwartung nach kurz bevorsteht.“

Wichtiger Faktor für Wirtschaft und Tourismus

Allein im Jahr 2022 wurden in Wien rund 3,8 Millionen Nächtigungen in Ferienwohnungen und Homesharing-Angeboten verzeichnet, im Vergleich zu 10,9 Millionen Nächtigungen in der klassischen Hotellerie im selben Zeitraum. Das zeigt deutlich: Kurzzeitvermietung und Homesharing, das keinen Wohnraum entzieht, sind eine zentrale Säule des Wien-Tourismus und kommen Wiener:innen wie Gästen zu Gute. Homesharing ist besonders in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten für viele Gastgeber*innen auf Airbnb immer wichtiger geworden: In einer 2022 durchgeführten österreichweiten Umfrage unter Gastgeber:innen auf Airbnb gaben 39 Prozent an, dass sie die Einkünfte aus dem Gastgeben nutzen, um die steigenden Lebenshaltungskosten zu decken.

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