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Unsere Tiere

Osterzeit: Hühner verdienen ein glückliches Leben

In der Osterzeit waren die Hühner für uns sehr fleißig. Obwohl für viele, ein osterfest nicht ohne Eier geht, wird oft vergessen, wie besonders diese Tiere eigentlich sind. In der Massentierhaltung ist ein Huhn eine von vielen. Aber jede davon ist besonders auf ihre Art.  

Hühner haben individuelle Charaktere: Manche sind zutraulich und neugierig, andere vorsichtig oder zurückhaltend. Wer ihnen ein gutes Leben bietet, wird schnell merken, wie aufmerksam, lernfähig und sozial diese Tiere sind.

Artgerechte Hühnerhaltung: Verhalten, Herkunft und Bedürfnisse verstehen 

Ursprünglich stammen sie vom Bankivahuhn aus den Wäldern Südostasiens ab. Dort lebten sie in kleinen Gruppen, suchten am Boden nach Nahrung und zogen sich zum Schlafen auf erhöhte Plätze zurück. Viele ihrer heutigen Bedürfnisse lassen sich genau daraus ableiten.
Wer Hühner artgerecht halten möchte, sollte mindestens fünf Tiere halten. Sie sind ausgeprägte Gruppentiere mit einer festen Rangordnung. Wichtig ist dabei, dass es im Auslauf und im Stall genügend Ausweichmöglichkeiten für rangschwächere Tiere gibt – etwa durch Sträucher, Sichtbarrieren oder mehrere Futterstellen. So können Konflikte entschärft und Stress reduziert werden.

Ein abwechslungsreicher Auslauf mit Erde, Gras und Verstecken ermöglicht es den Hühnern, ihrem natürlichen Verhalten nachzugehen: scharren, picken, erkunden. Auch erhöhte Sitzstangen sind wichtig, da Hühner – wie ihre wilden Vorfahren – gerne erhöht schlafen.

Hühner reagieren stark auf Gerüche. Sie erkennen damit ihre Umgebung und auch Futter. Angenehme, natürliche Gerüche wie frisches Gras, Erde oder Kräuter (z. B. Oregano oder Thymian) wirken oft beruhigend und anziehend. Starke, unangenehme Gerüche hingegen – etwa Ammoniak aus verschmutzter Einstreu – verursachen Stress und sollten unbedingt vermieden werden. Sauberkeit im Stall ist daher essenziell.

Unsere Tiere – Das große oe24.TV-Tierschutzmagazin von Sonntag, 05.04.2026, hier in voller Länge sehen. Nächste Ausgabe Unsere Tiere: 12.04.2026, 18:30 Uhr 

Optimales Klima und passende Lichtverhältnisse für Hühner 

Auch das Klima spielt eine große Rolle: Die Wohlfühltemperatur für Hühner liegt etwa zwischen 10 und 20 Grad Celsius. Sie sind kälteunempfindlicher als viele denken, solange sie trocken und windgeschützt untergebracht sind. Hitze hingegen belastet sie stark, weshalb Schatten und frisches Wasser im Sommer besonders wichtig sind.
Nachts mögen Hühner es ruhig und dunkel – jedoch nicht vollkommen finster. Ein sehr schwaches Restlicht, bei dem sie Umrisse erkennen können, entspricht ihrem natürlichen Verhalten und gibt ihnen Sicherheit auf der Sitzstange.

Hühner sind weit mehr als reine Nutztiere – sie sind neugierige, soziale und erstaunlich feinfühlige Lebewesen. Wer seine Hühner richtig glücklich sehen will, braucht ihnen nur an einem warmen Frühlingstag eine trockenes Sand- oder Staubbad anbieten und kann beobachten, wie ein Huhn so richtig entspannt und glücklich aussieht.

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