In Kärnten wurde ein erschütternder Fall von Tierleid aufgedeckt. Im Bezirk Klagenfurt-Land holten Polizei, Tierrettung und Behörden insgesamt 39 Hunde aus einem Haus.
Eigentlich wollten sie nur 13 Tiere abholen. Doch was sie vor Ort entdeckten, war weit schlimmer.
39 vernachlässigte Hunde gerettet und in Sicherheit gebracht
Der Einsatz begann, nachdem bei einem bereits verkauften Hund Parasiten im Kot festgestellt wurden. Ein klarer Hinweis auf schlechte Haltungsbedingungen. Als die Behörden das Haus betraten, bestätigte sich der Verdacht sofort. Überall lagen Kot und Urin. Die Zustände waren katastrophal. Die Beamten verschafften sich Zugang zu weiteren Räumen – und machten eine schockierende Entdeckung: Noch mehr Hunde, von denen die Behörde zuvor nichts wusste.
Insgesamt lebten 39 Australian Shepherd in diesem Haus – eingesperrt, ungepflegt und unterversorgt. Viele der Tiere waren krank. Sie hatten entzündete Augen, litten unter Juckreiz und zeigten starke Angstreaktionen. Einige waren völlig dehydriert.
Auch im Außenbereich wurden verwahrloste Hunde gefunden – ohne Rückzugsmöglichkeiten, ohne saubere Umgebung. Besonders erschütternd: Unter den Tieren waren auch sehr junge Hunde.
Die Haltung lag offenbar hauptsächlich bei einer älteren Frau, die völlig überfordert war. Alle Tiere wurden noch am selben Tag abgenommen und auf mehrere Tierheime verteilt.
Dort werden sie jetzt medizinisch versorgt, gewaschen und langsam aufgepäppelt. Erst danach kann eingeschätzt werden, wie schwer die gesundheitlichen Schäden wirklich sind.
Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Dem Ehepaar drohen mehrere Anzeigen.
Unsere Tiere – Das große oe24.TV-Tierschutzmagazin von Sonntag, 05.04.2026, hier in voller Länge sehen. Nächste Ausgabe Unsere Tiere: 12.04.2026, 18:30 Uhr
Dieser Fall zeigt, wie wichtig es ist, dass Käufer:innen, die kranke Hunde erhalten haben, Behörden darauf aufmerksam machen. So kann Tierleid in diesem Ausmaß sofort beendet werden. Auch der illegale Welpenhandel umfasst oft so ein Ausmaß. Grausame Zustände und kranke Tiere, die verkauft werden.
Vier Pfoten hat daher eine Aktion gestartet und bittet Menschen, die kranke Tiere über Social Media erworben haben, anonymisiert ihre Geschichte zu teilen. So kann eine illegale Zucht aufgedeckt werden.
Der Verein will mit Erfahrungsberichte von Betroffenen aufklären, politischen Druck aufzubauen und andere Menschen vor demselben Leid schützen.
Gesucht werden Personen, die:
- über Social Media einen Welpen gekauft haben
- später feststellen mussten, dass der Welpe krank war oder aus illegaler Zucht stammt
- bereit sind, ihre Geschichte anonymisiert zu teilen
Jede einzelne Geschichte hilft, das Ausmaß dieses Problems sichtbar zu machen und Maßnahmen gegen skrupellose Händler:innen zu stärken. Wer ähnliche Erfahrungen gemacht hat, kann sich jetzt an Vier Pfoten wenden und dem illegalen Welpenhandel den Kampf ansagen.