Syrien

18 Tote durch Fassbombe auf Aleppo

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Nach Anschlag auf Geheimdienstgebäude gibt es heftige Gefechte.

Bei einem Angriff der syrischen Luftwaffe auf die Stadt Aleppo im Norden des Landes sind mindestens 18 Menschen getötet worden. Ein Hubschrauber der Armee habe über einem Rebellenviertel eine Fassbombe abgeworfen, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstag. Die Zahl der Toten könne noch steigen, da es auch Schwerverletzte gebe.

Oppositionelle Aktivisten warfen der Regierung ein "Massaker" vor. Fassbomben sind mit Sprengstoff und Metallsplittern gefüllte Behälter, die wegen ihrer streuenden Wirkung besonders zerstörerisch sind. Aleppo gehört zu den umkämpftesten Regionen im syrischen Bürgerkrieg. Teile der Stadt stehen unter Kontrolle von Regimegegnern. Erst am Mittwoch waren bei einem Bombenattentat von Rebellen auf das Hauptquartier des Luftwaffengeheimdienstes in Aleppo mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen Nach dem Anschlag auf ein Geheimdienstgebäude in der nordsyrischen Stadt Aleppo haben sich Rebellen und Regierungstruppen am Donnerstag heftige Gefechte geliefert. Es gebe schwere Kämpfe in dem Gebiet, wo sich der Anschlag am Vortag ereignet habe, sagte der Chef der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, der Nachrichtenagentur AFP.



Heftige Kämpfe
Nach dem Anschlag auf ein Geheimdienstgebäude in der nordsyrischen Stadt Aleppo haben sich Rebellen und Regierungstruppen am Donnerstag heftige Gefechte geliefert. Es gebe schwere Kämpfe in dem Gebiet, wo sich der Anschlag am Vortag ereignet habe, sagte der Chef der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, der Nachrichtenagentur AFP.
 

Viele Tote
Syrische Armeekreise bestätigten die Gefechte. Es gebe "viele Tote und Verletzte im gegnerischen Lager", hieß es. Angaben der Beobachtungsstelle zufolge gab es bei dem Anschlag auf das Gebäude des syrischen Luftwaffen-Geheimdienstes sowie anschließenden Gefechten 20 Tote in den Reihen der Regierungstruppen und 14 Tote bei den Rebellen. Beim Beschuss der von Regierungstruppen gehaltenen Gebiete durch die Rebellen wurden zudem neun Zivilisten getötet, darunter zwei Frauen und drei Kinder. Aleppo ist seit Sommer 2012 aufgeteilt zwischen Regierungstruppen und Rebellen.

Für den Anschlag auf das Geheimdienstgebäude hatten die Rebellen einen Tunnel unter dem Gebäude gegraben, wo sie große Mengen Sprengstoff zur Explosion brachten. Die radikalislamische Al-Nusra-Front erklärte, ihre Kämpfer hätten mit verbündeten Rebellen den Sitz des Geheimdienstes und die umliegenden Gebäude gestürmt. Nach Angaben der Beobachtungsstelle gelang es ihnen aber nicht, die Geheimdienstzentrale einzunehmen. Die Angaben der oppositionsnahen Beobachtungsstelle, die sich auf ein Netzwerk von Informanten vor Ort stützt, können von unabhängiger Seite nur schwer überprüft werden.

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