27-Jährige nach Papst-Messe getötet

Auf den Philippinen

27-Jährige nach Papst-Messe getötet

Freiwillige Helferin von Lautsprecher erschlagen: Papst tief betroffen.

Papst Franziskus hat seinen Besuch bei Taifun-Überlebenden in den Zentralphilippinen wegen eines nahenden Tropensturms abbrechen müssen. Er zelebrierte am Flughafen von Tacloban bei Regen und heftigem Wind einen Gottesdienstes mit hundertausenden Opfern und Hinterbliebenen des Taifuns "Haiyan". Der Papst musste allerdings vier Stunden früher als geplant nach Manila zurückfliegen, weil der Tropensturm "Mekkhala" einen späteren Start zu gefährlich gemacht hätte.

Wie prekär die Lage war, zeigte ein Zwischenfall kurze Zeit nach seinem Abflug: Eine kleinere Chartermaschine mit 16 Regierungsbeamten an Bord wurde auf dem Weg zur Startbahn von einer Windböe gepackt und in die sumpfige Wiese gedrückt, wie der Chef der Zivilluftfahrt berichtete. Niemand wurde verletzt. Das Flugzeug blieb aber beschädigt liegen.

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Helferin von Lautsprecher erschlagen
Ein anderer Zwischenfall überschattete den Papstbesuch in Tacloban: Eine 27-jährige freiwillige Helferin der Hilfsorganisation "Catholic Relief Service" wurde nach dem Ende der Messe von einem umstürzenden Lautsprecher erschlagen.

Papst Franziskus hat sich erschüttert über den Unfalltod gezeigt. Der Papst habe um Kontaktdaten der betroffenen Familie gebeten, nachdem er über das Unglück informiert worden sei, sagte Vatikan-Sprecher Federico Lombardi am Samstag in Manila laut Kathpress. Er berate mit seinem Stab über weitere Schritte.

Taifun "Haiyan" war im November 2013 mit sechs Meter hohen Flutwellen über die Zentralphilippinen hereingebrochen. Mehr als 7.000 Menschen kamen ums Leben. Die Stadt Tacloban wurde schwer verwüstet.

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