Coronavirus

Hoffnunfgsschimmer bei Pandemie

88.000 Geheilte: Welt hofft auf Wunder

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Geheilte haben jetzt Abwehrkräfte gegen das Virus. Wird ihr Blut zur Geheimwaffe?

Baltimore. Bisher gab es nichts als Schreckenszahlen angesichts der Coronavirus-Pandemie: Mehr als 200.000 Menschen wurden bisher weltweit infiziert, über 8.000 Opfer kamen ums ­Leben, mehr als 2.500 davon allein in Italien. Es gibt in der Horror-Statistik, die die John Hopkins University mit Live-Daten ständig updatet, auch einen positiven Datensatz: die Zahl der Geheilten. 88.000 Menschen haben die Seuche bereits überstanden. Für viele war es nicht mehr als bei einer Verkühlung oder milden Grippe, andere jedoch landeten in der Intensivstation. Bei einigen jüngeren Patienten blieben auch permanente Lungenschäden zurück, die Ärzte als „erschreckend“ beurteilten.

Doch insgesamt machen die steigenden Ziffern der Genesenen Mut beim Kampf gegen die Epidemie: Diese Menschen sind laut Experten immun gegen das neue Corona-Virus SARS-CoV-2. Unterdessen wird sogar überlegt, mit dem Blut der Geheilten die Abwehrkräfte etwa von Ärzten und Pflegern zu stärken. 

Gute Nachrichten kommen auch aus dem chinesischen Wuhan: Im früheren Epizentrum der Pandemie wurde nur eine einzige neue Erkrankung gemeldet.

Lektionen von Staaten, die Virus stoppen konnten

Epidemie. Hoffnung machen auch Meldungen aus Deutschland, wonach das Unternehmen CureVac aus ­Tübingen den ersten fertigen Impfstoff schon im Herbst freigeben könnte (siehe rechts). Seuchenexperten analysieren auch die Erfolgsrezepte einiger Städte und Staaten: Taiwan, Singapur und Hongkong konnten Masseninfektionen abwenden, die Zahl der Erkrankten blieb dort bisher niedrig und stabil. Die Maßnahmen aber sind brutal: Die Behörden über­wachen das totale Ausgehverbot rigide – und in Singapur sogar anhand der Handy-Daten. Besonders Taiwan hatte sich nach der SARS-Epidemie vor mehr als zehn Jahren voll auf die Bekämpfung kommender Seuchen konzentriert, auch mit Investitionen in den Gesundheitsbereich. Allerdings: Zuletzt gab es auch dort einen Anstieg bei den Erkrankungen, es droht eine „zweite Welle“, so Epidemiologen. 

H. Bauernebel

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