Video zum Thema Armbrust-Tote waren in "Sex-Sekte"
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Rätsel um Bluttat

Das bizarre Leben der Armbrust-Sekte

Es ist die Grusel­story des Jahres: Fünf Menschen sind tot. Drei davon starben durch eine Armbrust. Noch sind die Hintergründe völlig mysteriös. Die Ermittler arbeiten auf Hochtouren. Einer der Ansätze: Waren die Toten Mitglieder eines Sex-Zirkels mit mittelalterlichem Bezug? Das einzige männliche Opfer könnte der Guru der Gruppe gewesen sein, das jedenfalls berichtet der TV-Sender RTL.

Vermieter: "Waren devot"

Der Mann, Torsten W. (53), lebte, wie jetzt herauskam, einige Zeit auf einem alten Reiterhof. Der Vermieter berichtet gegenüber "Bild" jetzt u. a. von einem lesbischen Pärchen, das mit Torsten W. lebte: „Der Umgangston mit denen war seltsam. Die waren fast devot.“ Demnach sollen sie teilweise wie "Sklavinnen" behandelt worden sein.

Passau Armbrust © Medien Denk

Mitglieder in Ritterverein

Immer deutlicher wird indes: Farina C. tötete wohl zumindest drei der fünf Opfer. Die 30-Jährige aus Niedersachsen war Verkaufsleiterin einer Bäckereikette. Sie war, wie die anderen, Mitglied in einem Ritterverein.

Torsten W. Passau Armbrust Torsten W. lag tot mit einem Pfeil in der Brust auf einem Bett. War er der Guru in der Sex-Sekte?

Armbrust Tote Passau Farina C. Unter Verdacht: Bäckerin Farina C.

Torsten W. war offenbar der Guru der Gruppe. Er hatte Macht über vier Frauen und soll mit mehreren liiert gewesen sein. Die Frauen soll er wie ein Gebieter beherrscht haben. Das berichtet die "Bild". In dem kleinen Ort Hachenburg hatte W. einen Laden für Mittelalter-Artikel. Als die Ermittler diesen genauer unter die Lupe nahmen, offenbarten sich auch hier weitere Einzelheiten über ein Leben in einer schrägen Welt. Denn mit einem klassischen Mittelarlter-Shop hat dies nichts mehr zu tun. Auf der Theke des Ladens sitzt beispielsweise eine lebensgroße Puppe, die mit roter Farbe beschmiert wurde und in Ketten gelegt war. Immer wieder finden sich Hinweise auf Sado-Maso-Fantasien gepaart mit einem Faible für das Mittelalter.

 

Kamen aus Österreich

Farina C., Kerstin E. (33) und Torsten W. reisten am Freitag, aus Österreich kommend, in die Pension in Passau. Die drei zogen sich in ihr Zimmer zurück. Was dann geschah, beschreibt die Obduktion, die jetzt veröffentlicht wurde. Es war wohl „Töten auf Verlangen“.

Keine Kampfspuren

Kerstin E. und Torsten W. lagen im Bett. Sie wurden von einem Pfeil aus einer Armbrust direkt ins Herz getroffen und getötet. Dennoch wurden noch mehr Pfeile in die Körper geschossen. Dann, so die Staatsanwaltschaft, schoss sich wohl Farina C. mit der Armbrust selbst in den Hals.

Passau Pension © APA/AFP/dpa/Lino Mirgeler

Passau Pension © APA/AFP/dpa/Lino Mirgeler

Rätsel um zwei weitere Morde

Zwei weitere Leichen fand die Polizei in der Wohnung der Bäckerin in Wittingen. Es sind die Lebensgefährtin (35) von Farina C. und eine junge Frau (19). Verdacht: Es könnte Carina U. sein, die seit Jahren vermisst wird. Sie soll zu Torsten W. und wohl auch zur Sexsekte Kontakt gehabt haben.
Die Todesursache der beiden Frauen ist noch unklar, es wurden keine Pfeile gefunden. „Wir haben keine Spuren von Gewalteinwirkung gefunden“, sagt Staatsanwältin Christina Pannek zu ÖSTERREICH.
Sehr rätselhaft: Eine Lehrerin aus dem Ort gilt als vermisst. Ermittler befürchten einen Zusammenhang.

Wittingen Tote © Christophe Gateau / dpa / AFP

Ermittler: "Sie waren eine Zeit lang in Österreich"

„Wir sind jederzeit bereit, zu helfen“, sagt David Furtner von der oberösterreichischen Polizei. Es wird wohl auch schon sehr bald ein An­suchen der bayrischen Behörden kommen.

Denn eine sehr wichtige Spur führt direkt nach Österreich. Am Tatort fand die Polizei drei Armbrüste. Eine davon wurde kurz zuvor in Österreich gekauft. „Wir haben eine Rechnung dazu gefunden“, sagt die Staatsanwaltschaft Passau zu ÖSTERREICH.

Die drei Toten aus der Pension haben sich „eine gewisse Zeit in Österreich aufgehalten“. Auch das wird Inhalt der Ermittlungen sein.

Reisten sie durch Österreich? Eine Erklärung könnten diverse Mittelalterfeste liefern – die Toten waren Teil dieser Szene. Innerhalb kurzer Zeit fand eine Vielzahl an Ritterveranstaltungen statt. Am 3., 4. und 5. Mai, dem Wochenende vor dem Tod, etwa in Imst (T), auf Schloss Rosenburg (NÖ) und in Alt-Erlaa (W).

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