AfD-Politiker spricht von "Merkelnutte"

Skandal

AfD-Politiker spricht von "Merkelnutte"

Der Skandal-Politiker soll eine wichtige Funktion im Bundestag übernehmen.

Der deutsche AfD-Politiker Peter Boehringer gerät wegen Beschimpfungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erneut in Erklärungsnot. Vor seiner Wahl zum Vorsitzenden des Haushaltsausschusses des Bundestags hatte Boehringer wiederholt bestritten, die Kanzlerin als "Merkelnutte" bezeichnet zu haben.
 

"Merkelnutte lässt jeden rein"

Der "Spiegel" zitiert in seiner neuen Ausgabe nun aber aus einer E-Mail mit einer solchen Wortwahl, die Boehringer verfasst haben soll. Darin heiße es offenbar in Bezug auf die Flüchtlingspolitik: "Die Merkelnutte lässt jeden rein, sie schafft das." Es handle sich "um einen Genozid, der in weniger als zehn Jahren erfolgreich beendet sein wird, wenn wir die Kriminelle nicht stoppen".
 
Dem Bericht zufolge schreibt der AfD-Politiker in Bezug auf seine Wortwahl, diese sei die "einzige angemessene Sprache" gegen Merkel. "Die Alternative zum Nicht-Widerstand gegen diese Dirne der Fremdmächte ist der sichere Bürgerkrieg, den wir ab spätestens 2018 dann verlieren werden!"
 
Dem "Spiegel" teilte Boehringer auf Anfrage mit, er könne in seinem Archiv nur eine weniger scharfe Fassung finden. Falls er doch die beleidigende Version versandt haben sollte, dann nur an einen "ganz kleinen Privatkreis". Öffentlich würde er solche Worte nicht benutzen.
 
Über ähnliche Äußerungen Boehringers war bereits berichtet worden, bevor der umstrittene AfD-Politiker von seiner Partei für den Vorsitz des wichtigen Haushaltsausschusses aufgestellt wurde. Der aus Bayern stammende Abgeordnete wies die Vorwürfe mehrfach zurück und beklagt eine Kampagne.
 

Auf Facebook veröffentlicht

In einer schriftlichen Stellungnahme vom 25. Jänner erklärte Boehringer, seit 2002 habe er in mehreren tausend E-Mails über "einen sehr kleinen Privatverteiler" in "meist in klaren Worten" viel geschrieben. Seit 2013 habe er diese Mails wortgleich auch auf Facebook veröffentlicht.
 
"Insbesondere das mir in Zeitungsberichten unterstellte Wort aus dem Rotlichtviertel in Verbindung mit unserer Kanzlerin ist dort aber nicht auffindbar." Er habe es nie veröffentlicht, erklärte der AfD-Politiker.

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