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Iran

Atomstreit: Rohani hofft auf Österreich

Iranischer Präsident fordert von Österreich via Twitter "aktivere Rolle".

Der iranische Präsident Hassan Rohani (Rouhani) hofft im Atomstreit mit dem Westen auf das verstärkte Einwirken Österreichs. "Wir erwarten, dass Österreich als Mitglied des Gouverneursrats der IAEA eine aktiviere Rolle dabei spielt, das iranische Atomprogramm zu normalisieren", twitterte Rohani am Dienstag in englische Sprache über sein offizielles Konto.

Er hoffe bei den Verhandlungen mit den Sicherheitsratsmitgliedern und Deutschland auf baldige und effektivere Schritte in die richtige Richtung.

Rohani sieht große Chancen für die am Donnerstag in Genf beginnenden Atomgespräche mit dem Westen. Am Sonntag war Außen-Staatssekretär Reinhold Lopatka in Teheran mit dem iranischen Außenminister Mohammad Javad Zarif zusammengetroffen.

Lopatka sagte, dass man "die neue Atmosphäre" nach der Wahl von Hassan Rohani zum iranischen Präsidenten im August nutzen wolle, "um konkrete Fortschritte in der Frage des iranischen Nukleardossiers zu erzielen". "Mit dem UN-Standort Wien stehen wir bereit, uns als Vermittler einzubringen und damit einen besonderen Beitrag zu Frieden und Sicherheit im Nahen Osten zu leisten", betonte der Staatssekretär in der Stellungnahme.

 Das Iran-kritische Bündnis "Stop the Bomb" übte Kritik an dem Besuch Lopatkas in Teheran. Der Sprecher des Bündnisses, Stefan Schaden, sprach in einer am Montag veröffentlichten Aussendung von einer "Hofierung des Teheraner Regimes" und warf dem Außenministerium vor, es verschließe "einfach die Augen vor dem ungebremsten Nuklearprogramm und der auch unter Präsident Rohani unvermindert fortgesetzten brutalen Repression gegen die iranische Bevölkerung".
 


 



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