Ausgangsperre in Ägypten Städten

Kairo brennt

Ausgangsperre in Ägypten Städten

Die Proteste setzen Präsident Hosni Mubarak immer mehr unter Druck.

Nach den gewalttätigen Massenprotesten hat die ägyptische Regierung eine Ausgangssperre verhängt. Sie gelte von 18.00 Uhr bis 07.00 Uhr (Ortszeit, 17.00 Uhr bis 06.00 Uhr MEZ) unter anderem in Kairo, Alexandria und Suez, hieß es am Freitag im Staatsfernsehen. Die Maßnahme sei von Präsident Hosni Mubarak als Chef des Militärs verhängt worden. Grund seien die jüngsten Unruhen und Plünderungen sowie Angriffe auf öffentliche und private Gebäude. Dazu gehörten auch Banken und Hotels, hieß es weiter.
 

Demonstrationsverbot
Am Freitag waren hunderttausende Menschen trotz Demonstrationsverbots aus Protest gegen die Regierung auf die Straßen gegangen. Die Menschen lieferten sich teils heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei. Unbestätigten Berichten zufolge kam es auch zu Zusammenstößen zwischen Armee und Polizei, berichtete der arabische Sender "Al Jazeera".

Kairo brennt
In Kairo wurde zahlreiche öffentliche Gebäude attackiert oder in Brand gesetzt. Das Hauptquartier der Regierungspartei NDP stand am Abend in Flammen. Zudem wurden Polizeifahrzeuge angezündet. Laut "Al Jazeera" war in Kairo keine Feuerwehr auf den Straßen zu sehen. Bei den Protesten sollen mindestens zwei Menschen getötet worden sein.

In der ägyptischen Hauptstadt wurden Freitag Abend rund 410 Verletzte gezählt. Einige von ihnen hätten Schusswunden erlitten, verlautete aus Spitalsquellen.

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