Diashow Briten nehmen Abschied von getötetem Soldaten

Großbritannien

Briten nehmen Abschied von getötetem Soldaten

Auch Premier Cameron bei Trauerfeier in Manchester.

Nach dem brutalen Mordanschlag auf einen Soldaten in London haben Tausende Menschen in Großbritannien Abschied von dem Getöteten genommen. Neben der Familie und Freunden des 25-Jährigen nahmen auch Premierminister David Cameron und weitere Vertreter aus Politik und Militär am Freitag an der Trauerfeier in Bury in der Nähe von Manchester teil. Anschließend sollte im kleinen Kreis die Beisetzung stattfinden.

Tausende Menschen standen entlang der Straße rund um die Kirche und hörten einer Übertragung der Messe zu. Cameron hatte zuvor erklärt, die ganze Nation trauere. Die brutale Tat hatte weltweit für Erschrecken gesorgt.

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    "Mein Papa, mein Held"

    Rigbys Frau hatte den gemeinsamen zweijährigen Sohn an der Hand; der Kleine trug ein T-Shirt mit der Aufschrift "Mein Papa, mein Held". Rigbys Frau und seine Schwestern brachen in Tränen aus, als sie die Kirche betraten. Vor dem Gotteshaus hatten sich tausende Menschen, darunter viele Soldaten und Veteranen versammelt, um die Trauerfeier über Lautsprecher mitzuverfolgen.

    "Du warst ein guter Vater und ein guter Ehemann, Du wirst uns fehlen", sagte eine Freundin von Rigby in ihrer Trauerrede. Rigbys Vorgesetzter, Oberst Jim Taylor, sagte beim Betreten der Kirche: "Wir sind heute hier, um als Regiment sein Andenken zu ehren, seine Familie zu unterstützen, ihr beizustehen, Seite an Seite, in dem Augenblick, wo sie das braucht." Rigby würdigte Taylor als charismatischen jungen Mann mit einem "ansteckenden Lachen".

    Nach der Trauerfeier wurde Rigbys Sarg unter dem Applaus der versammelten Menge aus der Kirche getragen und nach Middleton, dem Geburtsort des Soldaten, gebracht. Dort sollte er im engsten Kreis beigesetzt werden.

    Soldat am hellichten Tag von zwei Männern getötet

    Der Soldat war am 22. Mai im Londoner Stadtteil Woolwich am helllichten Tag von zwei Männern angegriffen und unter anderem mit einem Fleischerbeil getötet worden. Die 28 und 22 Jahre alten Männer hatten dabei islamistische Parolen ausgerufen. Sie sind mittlerweile wegen Mordes angeklagt. Der Prozess soll im November beginnen.

    Der ermordete Soldat hinterlässt einen zwei Jahre alten Sohn. An dem Nachmittag im Mai war er auf dem Weg zurück zu seiner Kaserne. Unter anderem war er im Laufe seiner Zeit beim britischen Militär in Afghanistan und Deutschland stationiert gewesen und hatte im Musikkorps Trommel gespielt.
     

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