Bürgermeisterin wütet über Probleme mit Flüchtlingen

Brandbrief an Regierung

Bürgermeisterin wütet über Probleme mit Flüchtlingen

Der Brandbrief an die Regierung macht die schwierige Lage deutlich.

Die Bürgermeisterin von Garmisch-Partenkirchen, Dr. Sigrid Meierhofer (SPD), sah sich dazu gezwungen, einen Brief an die Regierung von Oberbayern zu schicken. Lange Zeit habe die Stadt die Belastung durch die Flüchtlingswelle gut gemeistert, doch nun seien die Schwierigkeiten schlicht zu groß.

In dem dreiseitigen Papier wies Meierhofer auf die "in den letzten Wochen sich immer mehr zuspitzende Situation in und um die Asyl-Erstaufnahmeeinrichtung Abrams" hin. Sollte die Regierung nicht handeln, sehe sie sich gezwungen, "alternativlose" Schritte einzuleiten, die die dauerhafte Nutzung der Flüchtlingsunterkunft unmöglich machen, berichtet "Merkur.de" über den Brandbrief.

250 Asylwerber

250 Asylwerber seien in der Flüchtlingsunterkunft untergebracht, 150 von ihnen Schwarzafrikaner. Dr. Martin Nell, Sprecher der Regierung von Oberbayern, stellte klar, "dass aus unserer Sicht Asylwerber aus bestimmten Regionen nicht von vorneherein als problematische Bevölkerungsgruppe eingeordnet werden dürfen". Dennoch wisse man um die angespannte Sicherheitslage, die sehr ernst genommen werde.

Sorge um "öffentliche Sicherheit und Ordnung"

Aufgrund ihrer Erfahrungen und der Vorfälle der letzten Monate sorge sich Meierhofer um die "öffentliche Sicherheit und Ordnung". Zuletzt seien schon vermehrt Hausverbote "in einer noch nie dagewesenen Zahl" ausgesprochen worden. Das Ausmaß sprenge das bisher Erlebte und Vorstellbare, berichtet "Merkur.de".

"Das ist nicht zu ignorieren und tolerieren", schrieb die SPD-Bürgermeisterin.

"Die Schwarzen haben das Sagen"

Auch Vize-Polizeichef Thomas Holzer bestätigte, dass es im September zu einer hohen Anzahl an "Raufereien, Schlägereien und Sachbeschädigungen" in der Flüchtlingsunterkunft gekommen ist. "Die Schwarzen haben das Sagen", stellte er klar.

Aus diesem Grund habe man das Sicherheitspersonal aufgestockt und die technischen Überwachungsmaßnahmen erweitert. Dennoch sei die derzeitige Situation für die Polizei ein Problem. Sie gebe "Anlass zu gewisser Sorge".

Beschwerden von Bürgern

Auch die Bürger der Stadt hätten sich mittlerweile vermehrt beschwert. "Sie bringen ihre Sorgen und Nöte zum Ausdruck", erklärte Meierhofer in dem Brief.

Auch würde weiblichen Auszubildenden und Mitarbeitern derzeit von den Betrieben geraten, die zentralen Ortsbereiche nach Anbruch der Dunkelheit zu meiden.



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