Bundespräsident Alexander Van der Bellen nannte die Berichte aus dem Iran "schockierend". Die EU erwägt "härtere" Sanktionen.
Die EU-Kommission prüft nach eigenen Angaben angesichts der Entwicklungen im Iran weitere Sanktionen gegen die Führung in Teheran. "Wir sind bereit, neue, härtere Sanktionen vorzuschlagen", sagte ein Kommissionssprecher am Montag in Brüssel. Die EU sei "entsetzt" über die Berichte über Todesopfer unter den Demonstrierenden.
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Van der Bellen meldet sich zu Wort
Van der Bellen schrieb auf Bluesky: "Die Berichte aus dem Iran über massive Gewaltanwendung gegen friedlich Demonstrierende, die bereits zu zahlreichen Todesfällen geführt hat, sind schockierend."
Bundespräsident mahnt
Weiter schrieb der Bundespräsident: "Ich rufe die iranische Führung auf, das Töten zu beenden, die zu Unrecht festgehaltenen Personen wieder freizulassen und die Rechte des iranischen Volkes, einschließlich der Meinungs-, Versammlungs-und Vereinigungsfreiheit, zu respektieren. Die Iranerinnen und Iraner können in ihrem Streben nach einem besseren und vor allem freieren Leben auf unsere Solidarität zählen."
10.700 Menschen festgenommen
Laut Aktivisten haben sich die Demonstrationen im Iran inzwischen auf 186 Städte ausgeweitet. Rund 10.700 Menschen seien festgenommen worden, hieß es weiter. Die Angaben der Organisation ließen sich unabhängig nicht überprüfen.