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Russland

Chodorkowski wehrt sich gegen Mordvorwürfe

"Gewalt ist schlecht fürs Geschäft", schrieb er in einem Magazin.

Der inhaftierte Kremlgegner und frühere Öl-Milliardär Michail Chodorkowski hat sich erstmals gegen Mordvorwürfe zur Wehr gesetzt.

"Habe niemals solche Methoden verwendet"
"Weder ich noch irgendein anderer Aktionär oder Top-Manager von Yukos hat solche Methoden verwendet", zitierte die Agentur Interfax am Dienstag den Ex-Chef des inzwischen zerschlagenen Ölkonzerns Yukos. Russlands Regierungschef Wladimir Putin hatte seinen Erzfeind immer wieder mit Auftragsmorden in Verbindung gebracht. Beobachter in Moskau schließen deshalb einen dritten Prozess gegen Chodorkowski (47) nicht aus.

"Geschäftsleute sind keine Banditen"
"Gewalt ist schlecht für das Geschäft, sie rentiert sich nicht", schrieb Chodorkowski den Angaben zufolge im russischen Magazin "Snob". "Geschäftsleute sind keine Banditen. Geschäftsleute verhandeln lieber oder klagen oder kaufen sich frei, aber sie schießen nicht."

Erst kürzlich hatte ein russischer Propagandafilm Chodorkowski als "Serienmörder" dargestellt. Moskauer Medien bezeichneten den Film als Auftragswerk der politischen Führung. Chodorkowski war in zwei international kritisierten Verfahren unter anderem wegen Geldwäsche und Unterschlagung zu einer Gesamtstrafe von 14 Jahren verurteilt worden. Er könnte 2017 freikommen.

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