Ost-Ghouta Kinder

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Das Leid der Kinder in Syrien

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Es rollt Angriff auf Angriff: Die eingeschlossene Bevölkerung von Ost-Ghouta fleht um Hilfe.

Seit sieben Jahren tobt in Syrien der Krieg. Seit fünf Jahren ist die Rebellen-Provinz Ost-Ghouta von Truppen des Machthabers Baschar Al-Assad belagert. Seit Wochen rollt Angriff auf Angriff gegen die Enklave. Mehr als 760 Menschen starben in den vergangenen zwei Wochen, darunter mindestens 172 Kinder. Laut UNICEF starben seit Jahresbeginn in ganz Syrien schon 1.000 Kinder.

 

Video zum Thema: Syrisches Mädchen fleht um Frieden

 

Kind klagt an: "Kampfjets fliegen pausenlos über uns"

Hunderttausende sitzen in Ost-Ghouta fest. Immer wieder müssen sie in Keller flüchten. Das Leben findet zunehmend in Erdlöchern statt. „Die Kampfflugzeuge fliegen ständig über uns“, klagt ein junges Mädchen in einem Video aus dem Kriegsgebiet dem US-Sender CNN.

Bomben. Zu Dutzenden harren die Kinder in dunklen Erdlöchern aus, atmen den Rauch der Bomben und den Staub zerstörter Gebäude ein. Die tückischen Fassbomben – eine weltweit geächtete Waffe, Assad wirft sie trotzdem ab – durchdringen Häuser bis in die Keller und töten Menschen. So wie die neunjährige Hala, die im Bunker der Familie umkam.

Beschuss. Zu den Bomben der von den Russen unterstützten syrischen Armee kommt der Druck der Rebellen – viele von ihnen beinharte Islamisten. Sie sollen Zivilisten als Schutzschilde missbrauchen und sie an der Flucht hindern. Feuerpausen werden immer wieder gebrochen. Erst am Montag erreichte der erste Hilfskonvoi die belagerte Region. Er wurde beschossen (siehe unten).

Tatenlos.
Die Bilder getöteter und verletzter Kinder aus dem Kriegsgebiet sind eine Anklage an die Welt. Das Morden geht unvermindert weiter. Die Staatengemeinschaft schaut tatenlos zu.

Erster Hilfskonvoi nach Ost-Ghouta angegriffen

Konvoi sollte Hoffnung bringen für Eingeschlossene, wurde unter Beschuss genommen.

Erstmals seit der Eskalation der Kämpfe um die belagerte Rebellenregion Ost-Ghouta erreichte ein Hilfskonvoi von 46 Lastwagen die Kriegsregion. Die Lieferung sollte unter anderem Lebensmittel für 27.500 Menschen bringen, längst nicht genug für die Hunderttausenden Eingeschlossenen. Syriens Regime verbot zudem den Transport medizinischer Güter. Wegen immer stärker werdendem Beschuss musste das Ausladen des Konvois schließlich abgebrochen werden. Mehrere Lastwagen konnten nicht entladen werden.

(baa)

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