Deutschland

Bärbel Bas soll SPD-Chefin werden

Die neue deutsche Arbeitsministerin Bärbel Bas soll Parteikreisen zufolge auch neue SPD-Co-Vorsitzende werden 

In Vorstand und Präsidium gebe es große Unterstützung für sie, sagten zwei mit der Personalie Vertraute am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Montag früh berieten die Parteigremien. Die frühere Bundestagspräsidentin galt bereits seit Längerem als interessiert und Favoritin für den Posten.

Der Weg ist auch frei, weil die umstrittene bisherige Co-Chefin Saskia Esken am Sonntag ihren Verzicht auf eine neue Kandidatur beim Parteitag Ende Juni erklärt hatte. Es gilt als sicher, dass sich der deutsche Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil erneut zur Wahl zum Parteichef stellen wird. In der Partei gibt es allerdings Kritik, zumal er die Wahlniederlage mitverantworten muss.

Bas gehört zwar wie Esken dem linken Parteiflügel an, genießt aber auch bei der konservativen Parteiströmung des "Seeheimer Kreises" Respekt. Zudem kommt sie aus dem starken Landesverband Nordrhein-Westfalen, der sich in der letzten Wahlperiode zu wenig in Berlin berücksichtigt sah.

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