Drastische Änderungen für Fernsehzuseher: ARD und ZDF bündeln ihre Kräfte und stellen gleich drei lineare Sender ein. Grund dafür ist eine umfassende Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.
Die Sender ARD alpha, Tagesschau24 und One sollen zum 31. Dezember 2026 abgeschaltet werden. Wie die Rundfunkanstalten mitteilten, ist dies das Ergebnis einer engeren Zusammenarbeit zwischen ARD und ZDF. Grundlage für diesen Schritt ist der neue Reformstaatsvertrag. Dieser sieht vor, die linearen Angebote deutlich zu reduzieren und stattdessen die Kooperation der öffentlich-rechtlichen Häuser zu intensivieren.
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Fokus auf digitale Inhalte
Die Entscheidung bedeutet das Ende für die klassische Ausstrahlung dieser drei Kanäle über Satellit, Kabel und Antenne. Während ARD alpha vor allem für Bildungsinhalte bekannt war, lieferte Tagesschau24 Nachrichten rund um die Uhr.
ARCHIV - 19.01.2022, Berlin: Das ARD-Logo hängt an der Fassade des ARD-Hauptstadtstudios im Regierungsviertel. (Illustration zu dpa: «ARD eröffnet Studio in Kiew») Foto: Fabian Sommer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Der Sender One richtete sich mit Serien und Filmen vornehmlich an ein jüngeres Publikum. Die Inhalte sollen künftig verstärkt in den digitalen Angeboten und Mediatheken gebündelt werden.
Auswirkungen auf Österreich
Die Abschaltung markiert einen Wendepunkt in der deutschsprachigen Medienlandschaft, da der Trend weg vom klassischen linearen Fernsehen hin zu On-Demand-Inhalten nun auch die großen öffentlich-rechtlichen Strukturen massiv verändert.
Reform erzwingt Kürzungen
Der Reformstaatsvertrag zielt darauf ab, die Kosten im öffentlich-rechtlichen System zu senken und die Strukturen effizienter zu gestalten.
Durch die Einstellung der drei Kanäle reagieren die Sender auf veränderte Sehgewohnheiten und den steigenden finanziellen Druck. Bis zum Ende des Jahres 2026 bleibt das Programm auf den betroffenen Sendern jedoch noch wie gewohnt bestehen.