Kirchen-Massaker

Devin Patrick Kelley: Das ist der Texas-Killer

Kelley wurde 2012 aus der Air Force entlassen.

Er kam zur Kirche – bereit für einen Krieg. Schwarz gekleidet, mit militärischer Ausrüstung und eine Schutzweste tragend. Devin Patrick Kelley, 26 Jahre alt, hat mindestens 26 Leute in einer texanischen Kirche erschossen.

Der Täter hat rund 40 Kilometer vom Tatort gelebt und war ehemaliger Soldat der US-Luftwaffe. Er habe Kindern Bibel-Unterricht erteilt und auf Facebook mit seiner Waffe geprahlt, die er als „bad bitch“ bezeichnet hat. Seine Facebook-Seite ist mittlerweile gesperrt.

Kelley war bereits 2012 auffällig geworden, als ihn ein Militärgericht wegen Angriffen auf seine Frau und ihr gemeinsames Kind verurteilt. Zwei Jahre später wurde er aus der Luftwaffe entlassen.

Zusätzlich finden sich in seinen Akten, wie NBC berichtet, kleinere Vergehen wie ein abgelaufener Führerschein, Tempolimit-Überschreitung, Autofahren ohne Versicherung und Nichtbeachtung eines Stoppschildes.

Devin Onkel, Dave, sagte: „In einer Million Jahren hätte ich nie daran geglaubt, dass mein Neffe zu so etwas fähig wäre. Wir sind geschockt. Meine Familie wird aufgrund dieser feigen Handlung leiden. Mir tun die Opfer in Texas leid.“

Laut Behörden gibt es bisher keine Verbindung zu organisierten Terror-Gruppen.

Trump äußert sich

Die Bluttat von Texas hat nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump nichts mit dem Waffenrecht in den USA zu tun. "Das war ein sehr gestörtes Individuum", sagte Trump am Montag in Tokio in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Japans Premier Shinzo Abe.
 
Gefragt, ob eine Änderung des Waffenrechts anstehe, sagte Trump, die USA hätten ein großes Problem mit psychischer Gesundheit. Das Massaker von Texas sei ein sehr, sehr trauriges Ereignis: "Wer hätte jemals gedacht, dass so etwas passieren kann?", sagte Trump.
 
Bischöfe beklagen "fundamentales" Waffen-Problem

Die katholischen Bischöfe der USA trauern um die Toten nach dem Schussattentat in einer Baptisten-Kirche in Texas und beklagen zugleich ein "fundamentales Problem" in der US-Gesellschaft: "Eine Kultur des Lebens darf sinnlose Waffengewalt in all ihren Formen nicht tolerieren und muss diese verhindern", schrieb der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kardinal Daniel DiNardo.
 
Das "unvergleichlich tragische Ereignis" lasse die lange Reihe von Massenerschießungen weiter anwachsen, so DiNardo weiter. "Wir beten für die Opfer und die Angehörigen, für unsere baptistischen Brüder und Schwestern und für alle Menschen in Sutherland Springs und stehen an ihrer Seite in Zeiten dieser schrecklichen Tragödie", schrieb der Kardinal nach Angaben der Kathpress am Montag.
 
Während eines Gottesdienstes am Sonntag in einer Kirche in Sutherland Springs hatte der Täter das Feuer auf Gläubige eröffnet und 26 Menschen zwischen fünf und 72 Jahren getötet. Etwa 20 Verletzte wurden nach den Worten des Gouverneurs von Texas, Greg Abbott, in Krankenhäuser gebracht. Der Schütze wurde nach der Tat unter noch nicht geklärten Umständen tot in seinem Wagen aufgefunden. 


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