Einigkeit bei Anne Will: Trump muss weg

Hoffen auf Amtsenthebung

Einigkeit bei Anne Will: Trump muss weg

Trump sei psychisch nicht in der Lage, die USA zu führen.

So viel Einigkeit wie am Sonntag herrscht in der Diskussions-Sendung von Anne Will im Ersten normalerweise nicht. Zumeist werden hitzige Debatten erwartet, verschiedene Meinungen prallen aufeinander, Emotionen kochen hoch.

Doch beim Thema Donald Trump kam keine dieser Debatten auf. Im Studio saßen am Sonntagabend fünf Menschen, die sich alle miteinander einig waren: Trump muss weg.

Oberflächliche Diskussionen

Selbstverständlich gab es auch in dieser Sendung Diskussionen - eben nur nicht so weitreichend wie erwartet. Hamburgs ehemaliger Bürgermeister Klaus von Dohnanyi (SPD) forderte nach Trumps Auftritt bei der NATO, dass Europa die geopolitischen Interessen besser definieren müsse. "Wir sind geopolitisch eine Schicksalsgemeinschaft", konterte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Norbert Röttgen (CDU), in Hinblick auf die USA und Europa. "Wir müssen die transatlantische Gemeinschaft über diese Präsidentschaft retten", fügte er hinzu.

Darüber hinaus war man sich nicht einig, wer im Zweifel schlimmer sei: Saudi-Arabien oder der Iran. Strittig war auch, ob die Zukunft wirklich so verheerend werde, wie manche befürchten - etwa beim Klimaschutz oder bei der NATO-Solidarität.

"Der Mann muss weg"

Doch im Hinblick auf die großen Themen zogen alle Diskussions-Teilnehmer an einem Strang: Die Zustimmung der Amerikaner zu ihrem Präsidenten schwinde, sodass dieser den notwendigen Kampf um die Öffentlichkeit verlieren werde. Kaum verhüllt wurde dabei folgender Gedanke: "Möge dieser Spuk bald ein Ende haben."

Die Direktorin des Einstein-Forums in Potsdam, die US-Amerikanerin Susan Neiman, betonte, dass Trump psychisch nicht in der Lage sei, das Amt des US-Präsidenten auszuführen. Röttgen fügte hinzu: "Diese Persönlichkeit ist ausgeformt; und die ist jetzt im Amt. Geht das immer so weiter? Dann wird es nicht weitergehen."

Historiker Michael Wolffslohn verdeutlichte Röttgens Andeutungen: "Ich hoffe, dass es zum Impeachment (Amtsenthebung, Anm.) kommt." Quintessenz der Diskussionsrunde im Ersten: "Der Mann muss weg - je früher, desto besser."

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