Harte Kritik

England: "Judenstern" für Flüchtlinge

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Asylwerber werden in Häusern mit roten Türen untergebracht.

Großbritannien ist für viele Flüchtlinge ein beliebtes Zielland. Die konservative Regierung unter Premier Cameron betreibt allerdings eine scharfe Flüchtlingspolitik und versucht, das Land bestmöglich abzuschotten. Den bereits im Land befindlichen Migranten versucht man u.a. die Sozialleistungen zu kürzen, der Ton gegenüber Flüchtlingen wird rauer.

Rote Türen
Eine Maßnahme in der englischen Stadt Middlesbrough sorgt nun aber auch auf der Insel für Kopfschütteln und harte Kritik. Hunderte Asylwerber wurden in Häusern mit roten Türen untergebracht. Diese Unterkünfte unterscheiden sich damit von den übrigen Häusern und sind damit leicht auszumachen.

Wie "Judenstern"
Bewohner der Stadt und lokale Politiker beschweren sich: Diese Maßnahme erinnere an das Apartheid-System Südafrikas oder sogar an den „Judenstern“ der Nazis. Man befürchte nun rassistische Übergriffe: Rechtsradikale oder Neo-Nazis könnten Asylwerber aufsuchen, ihre Häuser verwüsten oder die Flüchtlinge sogar verprügeln. Ian Swales, ein ehemaliger Parlamentsabgeordneter dazu: „Die Türen sind ein Zeichen der Trennung, das an das Deutsche Reich der 1930er erinnere.“

Nur Zufall
Der Betreiber der Unterkünfte versucht indes zu beruhigen. Es gäbe keine Order, Flüchtlinge nur in Häuser mit roten Türen unterzubringen. Es handle sich dabei lediglich um einen Zufall. Es sind jedoch hunderte Asylwerber davon betroffen.

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