Explosion in Burma: 17 Tote in Rangun

Feuer unter Kontrolle

Explosion in Burma: 17 Tote in Rangun

Die Detonation ereignete in einem medizinischen Lagerhaus der Millionenstadt.

Bei einer Explosion in Burma (Birma/Myanmar) sind in der Nacht auf Donnerstag laut Polizei "Dutzende" Menschen getötet worden. Später wurden 17 Tote als bestätigt gemeldet. Die Zahl könne aber noch steigen. Es habe zudem zahlreiche Verletzte gegeben, erklärte ein Beamter. Die Ursache der Explosion sei unklar. Um einen Bombenanschlag habe es sich aber nicht gehandelt.



Rangun ist die größte Stadt des südostasiatischen Landes Burma (Birma/Myanmar) mit mehr als vier Millionen Einwohnern. Die Explosion, die in einem medizinischen Lagerhaus im Osten der Stadt ereignete, löste einen Großbrand aus. Die heftige Explosion im Viertel Minglar Taung Nyunt (Mingalar Taungnynt) um 02.00 Uhr (Ortszeit, 20.30 MEZ) war in mehreren anderen Stadtteilen zu hören. Hunderte Menschen rannten trotz der frühen Stunde besorgt auf die Straße. Nach Angaben des Beamten starben durch die Explosion auch drei Feuerwehrleute.

Die Explosion habe einen tiefen Krater hinterlassen, sagte der Beamte. Das durch die Explosion ausgelöste Feuer griff demnach rasch auf angrenzende Gebäude über, so auf Schiffswerft und Fabriken. Rund 50 vorwiegend aus Holz errichtete Häuser seien durch die Flammen zerstört worden. Das Feuer sei unter Kontrolle, jedoch noch nicht gelöscht, sagte der Beamte.

Erst in der vergangenen Woche war eine Frau bei einer Detonation in der früheren burmesischen Hauptstadt getötet worden. In den vergangenen Jahren wurden in Burma immer wieder Anschläge verübt, für die die Regierung meist Rebellengruppen ethnischer Minderheiten verantwortlich machte.

Der jahrzehntelang streng abgeschottete Staat hat zuletzt eine vorsichtige Öffnung eingeleitet. Anfang Dezember besuchte mit Außenministerin Hillary Clinton erstmals seit mehr als 50 Jahren ein ranghoher US-Regierungsvertreter das Land. Clinton traf unter anderem die burmesische Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi.
 

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