Asyl-Drama an EU-Grenze

Flüchtlings-Bub fleht: "Lasst uns rein"

KW
Flüchtlings-Bub fleht: "Lasst uns rein"
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Zwei Gruppen von Flüchtlingen durchbrachen gestern die Grenze nach Polen.
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Minsk. Tausende Migranten – Männer, Frauen und Kinder – harren seit Tagen bei eisigen Temperaturen an der polnischen EU-Außengrenze aus. Die meisten sind Kurden aus Syrien und dem Irak. Sie sitzen vor spärlichem Lagerfeuer, eingepackt in dicke Winterjacken. Vor ihnen der Stacheldrahtzaun an der belarussisch-polnischen Grenze. Ihr Ziel: Asyl in der EU.

Flüchtlings-Bub fleht: "Lasst uns rein"
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Mehrere Dutzend Migranten haben die Grenze von Belarus nach Polen zuletzt durchbrochen. Sie haben in der Nähe der Dörfer Krynki und Bialowieza Zäune niedergewalzt und die Grenze passiert. Rund 50 Personen wurden von den polnischen Behörden aufgegriffen.

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Kriegs-Angst: Merkel-Appell an Präsident Putin

Gefährlich. Im Streit um die Flüchtlinge, die vom Belarus-Diktator gezielt zur Grenze geschleust werden, wird die Wortwahl immer bizarrer. Lukaschenko beschimpfte die EU: „Ihr Bastarde, ihr Wahnsinnigen wollt, dass ich Europa vor Migranten schütze?“, fragte er in Richtung Brüssel. Und, als Drohung: „Falls wir hier, was Gott behüte, auch nur den geringsten Fehler begehen, wird das sofort Russland hineinziehen – die größte Atommacht der Welt.“ Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel appellierte indes an Russland-Präsident Putin. Sie bat Putin in einem Telefongespräch, auf das Regime in Minsk einzuwirken. Merkel-Sprecher Seibert: „Sie unterstrich, dass die Instrumentalisierung von Migranten unmenschlich sei.“

Kurdisches Flüchtlingskind an Grenze:

Redost: "Wir wollen ein sicheres, besseres Leben"

Redost Ahmad, 14, sitzt mit Vater, Mutter und drei Brüdern an der Grenze fest.

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Belarus. Das Video des Buben ging um die Welt. Er klammerte sich an den Grenzzaun zwischen Belarus und Polen und rief: „Germany, Germany“, flehte um Einlass in die EU. Die Polizei antwortete mit Pfefferspray: „Ich konnte eine Stunde fast nichts sehen“, so der 14-Jährige im Videochat-Interview mit Bild.

  • Vier Brüder: Redost stammt aus Sulaimanija im Nordirak: „Wir geben nicht auf, Wir warten hier weiter“, sagt er.
  • Nach Minsk: Von Erbil im Irak reiste die Familie zuerst nach Istanbul. Sieben Monate waren sie in der Türkei. Dann flogen sie mit der staatlichen belarussischen Airline „Belavia“ nach Minsk.
  • Grenze: Seit 8. November sitzen sie an der Grenze fest. Redost, der gut Englisch spricht, erklärt: „Wir wollen nach Deutschland. Wollen ein sicheres, besseres Leben.“

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